VSV glückt auch das Rückspiel im Revierderby

Unsere Mädels setzten sich am vergangenen Sonntag im letzten Spiel des Jahres mit 3:0 (25:23, 25:16: 27:25) gegen die SG Einheit Zepernick durch und beenden das Jahr 2021 auf dem ersten Tabellenplatz der Vorrundengruppe 1 in der 3. Liga Nord.

Die Anreise ins beschauliche Barnim erfolgte ungewöhnlich früh, da die Partie bereits um 12 Uhr angepfiffen werden sollte. Eine kleine Weihnachtsaufmerksamkeit der Gastgeber für unsere Damen und die Helfer der Partie entschädigte jedoch das frühe Aufstehen.

Nach einer ordentlichen Erwärmung und einer kurzen Taktikbesprechung starteten die Havelstädterinnen mit einer sehr stabilen Annahme ins Spiel, sodass Zuspielerin Michaela Galandi auch immer wieder erfolgreich Bälle über die Mitte verteilen konnte. Schnell hatte man sich einen Minivorsprung von 3 Zählern erarbeitet, welche durch kleine Abstimmungsfehler jedoch bald wieder egalisiert waren. Der erfahrene Zepernicker Trainer Steffen Trobisch, dessen Tochter Nele einst ebenfalls beim VSV spielte, hatte seine jungen Talente gut auf die Oranienburgerinnen eingestellt und versuchte immer wieder Schwachstellen in der Annahme auszunutzen. In der Schlussphase des engen Satzes entschieden Kleinigkeiten den Ausgang. Ein Angriff von Ronja Braitsch beendete den ersten Durchgang denkbar knapp mit 25:23.

Im zweiten Satz der Partie zeigten die Zepernickerinnen zunächst Nerven in der Annahme und kamen nur selten zu einem Angriffsaufbau. Folglich zog der VSV auf 9:4 davon. Wer dachte, dass ihn nun ein einseitiges Spiel erwarten würde, wurde eines Besseren belehrt. Zepernick zeigte, dass der Vereinsname „Einheit“ nicht nur eine Floskel, sondern gelebte Philosophie im Team ist. In einer fulminanten Aufholjagd punktete Trobischs Equipe siebenfach in Folge und überholte Oranienburg damit zum 9:11! Den Oranienburgern gelang es lange Zeit nicht, die passende Antwort zu finden, bis Alina Purschke sich ein Herz nahm und mit einer druckvollen Aufschlagserie mit insgesamt 3 Assen den VSV zum 18:14 wieder zurück ins Spiel holte. Euphorisiert von dieser Achterbahnfahrt nutzte Oranienburg das Momentum und ließ, auch Dank einer weiteren Aufschlagserie von Joanna „Asia“ Muszynska, nur noch zwei weitere Punkte gegen sich zu und beendete den verrückten Satz 2 mit 25:16.

Zu Beginn des dritten Satzes war es Zepernick anzumerken, dass der zweite Satz viel Kraft gekostet hatte. Lea Hußner brachte auf Oranienburger Seite konstant ihren Service und nahm erst nach 7 Aufschlägen zum 8:2 wieder Platz auf der Bank. Trainer Galandi nutzte den komfortablen Vorsprung nun, um zahlreiche Wechsel vorzunehmen. Steffen Trobisch erkannte die sich bietende Möglichkeit und feuerte sein Team noch einmal frenetisch an. Punkt für Punkt erkämpften die Mädels zurück, sodass sich Zepernick sogar die Chance zum Satzgewinn bei 23:24 erarbeitete. VSV-Kapitänin Anika Zülow ging nach einem hart umgekämpften Ballwechsel volles Risiko und punktete mit einem langen Pipe-Ball aus dem Hinterfeld zum Ausgleich. Trobisch nahm nun noch seine letzte Auszeit, in der auch Oranienburgs Trainer Galandi nochmals den Siegeswillen seiner Damen abforderte. Nach einem erneuten Ass von Alina Purschke und einem Angriffsfehler auf Zepernicker Seite ging auch der dritte Satz mit 27:25 an den VSV Havel Oranienburg.

Die MVP-Ehrungen der Partie gingen an Renee Nachtigall (SGEZ) sowie Anika Zülow (VSV).

Die Havelstädterinnen beenden das Jahr 2021 damit an der Tabellenspitze ihrer Vorrundengruppe 1. Am 09. Januar 2022 empfängt der VSV um 15 Uhr die Sportschülerinnen des Volleyballinternats Schwerin in der heimischen HBI-Halle zum abschließenden Spitzenduell. Die besten Teams der beiden Vorrundengruppen spielen im weiteren Saisonverlauf dann in einer Endrunde um die diesjährige Meisterschaft.

Wir wünschen allen an dieser Stelle besinnliche Festtage und bedanken uns bei unseren Unterstützern!

Autor: Ricardo Galandi

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