Die ersten Punkte der Saison

Am Sonntag empfing der VSV Havel Oranienburg zum Heimspiel den Aufsteiger und Liganeuling USC Magdeburg. Da das letzte Ligaspiel bereits fast acht Monate zurücklag, haben die Havelstädterinnen bereits sehnsüchtig auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs gewartet. Man hatte sich viel vorgenommen für dieses Spiel, war es doch nach der viel zu langen Spielpause endlich an der Zeit den treuen Zuschauern die personell veränderte Mannschaft samt neuem Trainer siegreich zu präsentieren. In den ersten Satz startete der VSV sehr unsicher, die Leistung auf allen Positionen war durchwachsen und die Eigenfehlerquote deutlich zu hoch. Die Magdeburgerinnen wiederum machten viel Druck über den Aufschlag und brachten den VSV zügig mit einem 11:14 und 12:18 in Bedrängnis, sodass diese Partie mit 20:25 verloren ging.

Im nächsten Satz zeichnete sich ein völlig anderes Bild. Die gegnerische Annahme hatte erhebliche Probleme mit den druckvollen Aufschlägen von Natalie Sabrowske (MVP des Tages). Mit 11 Aufschlägen in Folge, führte sie das Team zu einer 16:4-Führung. Diese Führung ließ das Selbstbewusstsein der VSV-Damen wachsen, die nun in allen Elementen zu überzeugen wussten. Durch die variantenreichen Angreiferinnen konnte dieser Satz mit 25:10 gewonnen werden.

Nach diesem souveränen Satz legte Trainer Raphael Döring den VSV-Damen nahe, die wieder gewonnene Spielstärke beizubehalten, um den Gegner so weiter unter Druck zu setzen. Wer nun glaubte, der zweite Satz würden sich wiederholen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Die beiden Teams lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und intensives Abwehr- und Angriffsspiel, sodass sich keine Mannschaftentscheidend absetzen konnte (7:7, 17:17). Trotz einiger Unsicherheiten im eigenen Spiel übernahmen die VSV-Damen dennoch in den entscheidenden Situationen in Eigenregie Verantwortung und konnten den Satz so mit 25:23 für sich entscheiden.

Statt hart umkämpften Ballwechseln wurde im vierten Satz eher das Bild einer statischen Abwehr gezeichnet. Es kam erneut zu einer Serie an Eigenfehlern, große Defizite in der Feldaufteilung und Abstimmungsprobleme wurden sichtbar, sodass die VSV-Damen dauerhaft einem Rückstandhinterherliefen. So konnten sich die Magdeburgerinnen bereits recht früh im vierten Satz absetzen. Die Führung konnte zu jeder Zeit, u.a. wegen des variantenreichen Zuspiels von Mara-Vanessa Kriebitzsch (MVP des Tages), beibehalten und ausgebaut werden (10:6, 18:11, 22:16). Mit dem Endstand von 25:19 holte sich der USC den Satz.

Nun stand das Satzverhältnis 2:2 und es galt nochmal sämtliche Kräfte zu mobilisieren. Erneut startete der VSV unsicher in den Satz, was schnell zu einem 0:3 Rückstand führte. Doch die VSV-Damen zeigten sich kämpferisch und erspielten sich eine stetig wachsende Führung (6:8, 7:12). Eine sehr gute Angriffssicherung ließ die VSV-Damen mutiger werden, sodass wichtige Akzente im Angriff gesetzt werden konnten. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat das Team des VSV den Tiebreak mit 15:9 für sich entschieden.

Schlussendlich ist zu sagen, dass diese Begegnung hart umkämpft war und die VSV-Damen spielerisch noch Luft nach oben haben.

Für den VSV spielten: Franziska Ambos, Lina Hoffmeister, Imke Hennigsen, Julia Listringhaus, Alina Purschke, Svenja Günzel, Sarah Jeworski, Charlotte Kornprobst, Kristin Sabroswke, Natalie Sabrowske, Stefanie Sievert

Autorin: Franziska Ambos

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