#Videobeweis #Linienschiedsrichter

Am vergangenen Samstag ging es für die 1. Damen des VSV Havel Oranienburg ein weiteres Mal gen Norden. In Hamburg wartete der aktuelle Tabellenführer Eimsbütteler TV, dem man sich bereits in der Hinrunde deutlich geschlagen geben musste.

Angereist mit schmalem Kader aber breiter Brust hoffte das Team von Trainer Peter Schwarz, den Schwung vom letzten Wochenende mitnehmen zu können. An diesem hatte man mit einer fulminanten Leistung den Lokal- und Tabellenrivalen der RPB mit einem 3:1 Sieg nach Hause geschickt. Mit der vermeintlichen Gewissheit, nun gegen den verdienten Spitzenreiter und Zweitliga-Anwärter aus Hamburg nichts zu verlieren zu haben, blieb am Ende des Tages die Einsicht, dass man vor allem den Kampf gegen sich selbst haushoch verloren hatte.

Die Gastgeberinnen zeigten sich von Beginn an in allen Elementen überlegen und ließen den Oranienburgerinnen nur wenig Raum für den eigenen Spielaufbau. Dennoch gab es am Ende des ersten Satzes trotz des 17:25 Endstands nur wenig von Coach Schwarz zu beanstanden. Die Annahme um Libera Lina Hoffmann hielt wacker dem konstant hohen Aufschlagdruck der Hamburgerinnen stand, angesichts dessen es Zuspielerin Franziska Ambos nicht immer leicht gemacht wurde, ihre Angreiferinnen um die Kapitänin und spätere MVP Anika Zülow in Szene zu setzen. „Weiterhin den Druck im Aufschlag erhöhen und im Angriff etwas klüger spielen!“, so die guten Vorsätze in der Satzpause.

Der Plan stand, der Wille war da, allein fehlte es an den Gelegenheiten, an den besprochenen Stellschrauben zu drehen. Die Annahme hatte den starken Aufschlägen nun nur noch wenig entgegenzusetzen und Unstimmigkeiten in der Block- und Feldabwehr sorgten für zunehmende Unsicherheiten, die in einem 9:25 Endstand ihren traurigen Höhepunkt fanden. Obwohl auch Frust aufgrund strittiger Schiedsrichterentscheidungen aufkam, kann nicht darüber hinwegtäuscht werden, dass man sich in dieser Phase des Spiels selbst der größte Gegner zu sein schien.

Oft leicht dahin gesagt war das Credo, dass man nichts zu verlieren hätte, nie wahrer als nach diesem zweiten Satz. Sichtbar angeschlagen konnten die Gäste mit einer stabilisierten Annahme bis zum Stand von 17:20 mithalten. Starke Aufschläge von der soeben sanktionierten Kathleen Weiß sorgten für die erste Auszeit auf Seiten der Gäste in dieser Begegnung. Diese trug schnell Früchte und mit 18:25 ging auch der dritte Satz an den ETV.

MVP wurde ein weiteres Mal Kapitänin Anika Zülow.

Auf der Bank raufte sich Trainer Peter Schwarz die Haare.

Autorin: Imke Henningsen.

Teile diesen Beitrag

Was denkst du?

Ich erkläre mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch diese Website einverstanden.