VSV schlägt Tabellennachbarn

Am vergangenen Sonntag empfingen die Damen vom VSV Havel Oranienburg den derzeit Zweitplatzierten in der Dritten Liga Nord, Prenzlauer Berg. Das Team aus Berlin hat bisher 13 gewonnene Spiele auf dem Konto und gewann auch die Partie in der Hinrunde klar und deutlich gegen die Mädels vom VSV Havel. Am Ende stand ein 1:3 verlorenes Spiel. Die Mannschaft von Peter Schwarz war zu diesem Zeitpunkt am Anfang der Saison noch nicht eingespielt genug und es gab noch etliche Abstimmungsschwierigkeiten im Zuspiel und Angriff.

Mit gemischten Gefühlen sah man also der Partie entgegen, da man genau wusste, dass es ein Gegner war, der in der Vergangenheit schon des Öfteren bewiesen hat, dass er durchaus in der Lage ist, den VSV zu schlagen.

Trotz alledem nahmen sich die Mädels vor dem Spiel fest vor, in eigener Halle den Spieß umzudrehen. Mit den eigenen Fans im Rücken und mehreren Aufrufen auf Social Media lockte man viele Zuschauer in die eigene Halle. Den VSV Ultras ist kein Weg zu weit und sie rückten trotz Sturmtief „Sabine“ mit ihren Trommeln an.

Trainer Peter Schwarz konnte wie auch in den vergangenen Spielen leider nur auf einen schmalen Kader zurückgreifen und hatte nur eine Wechseloption auf Zuspiel in der Hinterhand.

Mit Neuzugang Kathleen Weiß, die das Team seit mehreren Wochen tatkräftig unterstützt, gingen die Frauen in den ersten Durchgang. Hier konnten sich jedoch die Gäste zunächst ein kleines Polster verschaffen, ehe die Oranienburgerinnen wieder herankamen und den Satz bis zur Mitte offen gestalteten. Daraufhin zog Berlin aber das Tempo weiter an und sicherte sich den Durchgang knapp mit 25:23.

Den zweiten Satz dominierte das Team um Kapitänin Zülow klar.
Besonders bei langen Ballwechseln zwang man den Gegner oft zu Fehlern und konnte die Gegenwehr somit brechen. Spektakuläre Blocks, eine stabile Annahme und mehrere Abwehraktionen verhalfen zu einer raschen Führung mit 19:10.
Das Spiel der Mädels vom VSV wurde breiter, es wurden Angriffskombinationen gespielt und der Aufschlagdruck war hoch. Die Berlinerinnen fanden nicht mehr zurück ins Spiel und konnten somit die Oranienburgerinnen kaum stoppen. Mit 25:13 wurde das deutlichste Ergebnis des Tages eingefahren.

Nun ging es mit viel Selbstsicherheit in den dritten Satz. Schnell gingen die Damen mit 3:0 in Führung.
Doch die Berlinerinnen gaben nicht auf und versuchten die Mädels vom VSV zu stoppen.
Doch dies schien aussichtslos. Mit zahlreich anfeuernden Fans im HBI Sportforum holten die Mädels ein nach dem anderen Ball in der Abwehr und blockten den Gegner in Grund und Boden.
Es stand 17:11 im wichtigen dritten Satz, als der Trainer von RPB eine Auszeit nahm.
Das Team unter Trainer Schwarz nahm sich die kurze Pause zur Erholung und besprach in der
Auszeit, dass man nun nicht nachgeben durfte. Die Mädels kämpften weiter und entschieden auch diesen Satz klar und deutlich mit 25:14 für sich.

Nun ging es in den wohl wichtigsten Satz der Partie. Nun hieß es, der Punktgewinn war dar. Aber VSV wollte noch mehr! Zu Beginn des Satzes überzeugte vor allem die Zuspielerin Franziska Amboss mit einem fabelhaften und fehlerfreien Zuspiel, für das sie am Ende auch mit der MVP Auszeichnung geehrt wurde.
Alles lief wie am Schnürrchen und schnell stand es 16:15 für den VSV. Man spürte, dass es nochmal eng werden konnte und ein möglicher Tiebreak war in Sicht. Nochmals gab es motivierende Worte aus Trainersicht und die Mädels gingen zurück aufs Feld. Beim Stand von 22:21 ging die Außenangreiferin Kathleen Weiß zum Aufschlag und holte wichtige Big Points für den VSV. Nun stand es 24:21 und ein Angriffsfehler der Berlinnerinnen beendete den Satz. Die Mädels von Oranienburg jubelten und weinten, weil sie es nicht glauben konnten nach 5 Spielen in Folge immer noch ungeschlagen in der Rückrunde zu sein! Mit einer tollen Leistung gegen der Tabellennachbarn aus Berlin und viel Schweiß gehen die Mädels nun verdient in ihre Spielpause.

Weiter gehts dann erst am 22.02.2020 um 16 Uhr in Eimsbüttel gegen den Tabellenersten.
Mal sehen, was es dort zu holen gibt ;)

Autorin: Natalie Sabrowske

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