Wichtiger Sieg vor wohlverdienter Weihnachtspause

Am gestrigen Samstag bestritten die Damen des VSV Havel Oranienburg ihr für dieses Jahr letztes Saisonspiel in der Dritten Liga Nord, bevor es nun in die wohlverdiente Weihnachtspause geht (bis 12. Januar 2020). Gegner war der bisher stark aufspielende Tabellendritte TSV Tempelhof-Mariendorf. Bereits in den vorherigen beiden Wochen waren sich gegen die Topmannschaften des BBSC II (vierter Tabellenplatz) bzw. des Eimsbütteler TV (momentaner Spitzenreiter) sehenswerte Partien geliefert worden, in denen das Team um Kapitänin Anika Zülow jene zwar letztlich nicht für sich entscheiden konnte, die Leistungskurve jedoch wieder sichtbar nach oben zeigte. Diesen positiven Trend wollte man nun gegen die Süd-Berlinerinnen fortsetzen und sich endlich auch mit einem Sieg für die harte Arbeit der vergangenen Wochen bei einem verletzungsbedingt leider nur sehr schmalen Kader belohnen.

Sodann starteten die Damen auch von Anfang an wach, hochmotiviert und äußerst konzentriert in das erwartet spannende Match. Das Spiel lief in der Folge tatsächlich erst einmal reibungslos, immer wieder konnte man punkten und variantenreich aufspielen, während der Gastgeber hingegen nicht ins Spiel fand und folglich weder den druckvollen Aufschlägen von Charlotte Kornprobst noch den knallharten Angriffen von Natalie Sabrowske etwas entgegenzusetzen wusste. Ergebnis war die Sicherung einer komfortablen Führung, die bis Satzende gefahrlos gehalten werden konnte, so dass es bereits nach nur 20 Minuten 25:13 für den VSV Havel Oranienburg hieß.

Doch der TSV Tempelhof-Mariendorf stand nicht umsonst so hoch oben in der Tabelle: Mit viel Kampfgeist und einem cleveren Zuspiel schaffte der Gegner es, sich immer besser ins Spiel zu bringen; gerade der Außenangriff um Katharina Mühlfeld (MVP) punktete in jener Phase vermehrt erfolgreich gegen den Block der VSV-Damen. Es entwickelte sich ein spannendes Match mit vielen sehenswerten Ballwechseln, in denen sich zunächst keines der beiden Teams sichtlich voneinander absetzen konnte. Schließlich hatten jedoch unsere Mädels zum Ende des Satzes hin das nötige Quäntchen mehr Konsequenz und Durchsetzungskraft sowie eine an jenem Tag hervorragend aufgelegte Kathleen Weiß (MVP), welche sodann auch mit einem starken Linienschlag den denkbar knappen 25:23-Gewinn für ihr Team sichern konnte.

Mit einem formidablen 2:0 nach Sätzen startete man nun beinahe unbeschwert und mit neu gewonnenem Selbstbewusstsein in den dritten Satz. Auch der Gastgeber ließ sich an jenem Tage jedoch nicht so leicht entmutigen und kämpfte nach wie vor verbissen um jeden Punkt. Resultat war eine weiterhin enge Partie, in der zunächst der VSV Havel Oranienburg leicht die Nase vorn haben sollte (19:17). Die Damen des TSV Tempelhof-Mariendorf schafften es jedoch, einige Schwächen im bis dato souveränen Spielaufbau der Gäste für sich zu nutzen und es schlichen sich plötzlich unnötige Eigenfehler bei den Havelstädterinnen ein. Am Ende des Satzes hieß es somit 20:25 für die Süd-Berlinerinnen.

Nun wollte man jedoch seitens des VSV Havel Oranienburg nicht erneut die Fehler der Vergangenheit wiederholen und sich von jenem Satzverlust verunsichern lassen, schließlich hatte man sich insbesondere in den letzten Trainingseinheiten sehr um eine Simulation von engen Spielsituationen und einem hiermit einhergehenden förderlichen Umgang mit Druck bemüht. Die Damen preschten somit unter den motivierenden Worten von Trainer Peter Schwarz weiter vorwärts und spielten nach wie vor konzentriert und selbstbewusst. Bei einer unglücklichen Abwehraktion bei einem Stand von 6:3 musste der VSV jedoch plötzlich ein Mal mehr in dieser Saison den Atem anhalten – Kathleen Weiß knickte mit ihrem linken Fuß um, Natalie Steck sprang jedoch sofort für sie ein; ihre schnelle und bedächtige Reaktion halfen in dieser schwierigen Situation enorm, so dass unsere Mädels nicht den Faden verloren und vom TSV Tempelhof-Mariendorf Punkt für Punkt Abstand gewinnen konnten. Bei einem Stand von 15:14 kehrte Kathleen Weiß mit nunmehr getaptem Fußgelenk zurück und man sicherte sich im Anschluss einen ersten Break (21:17). Über 23:19 und 24:20holten sich die an jenem Tage mental starken Damen des VSV Havel Oranienburg schließlich hochverdient Satz und Sieg (25:20).

Für den VSV Havel Oranienburg spielten: Franziska Ambos, Michaela Galandi, Imke Henningsen, Lina Hoffmeister, Charlotte Kornprobst, Kristin Sabrowske, Natalie Sabrowske, Natalie Steck, Kathleen Weiß, Anika Zülow

Autorin: Michaela Galandi

 

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