Niederlage gegen Herbstmeister

Erneut mit Heimspielrecht ausgestattet, empfingen die 1. Damen des VSV an diesem zweiten Adventssonntag den Eimsbütteler TV vor heimischer Kulisse. Dank Weihnachtsspendenaktion und fleißig gerührter Werbetrommel begrüßten knapp 150 Zuschauer die beiden Teams im HBI-Sportforum. Während die Gäste bereits am Vortag in Potsdam Punkte einsammeln konnten, hatten die VSV-Damen die Bälle gegen den Rührbesen getauscht und emsig Weihnachtsplätzchen gebacken. Die anstehende Partie hingegen versprach alles andere als ein Sonntagsspaziergang zu werden.

Die Gäste aus Hamburg, die man noch in der letzten Saison sowohl in Hin- und Rückrunde deutlich dominierte, verweilen aktuell ungeschlagen auf Platz 1 der Tabelle. Verstärkt durch Neuzugänge wie Teresa Mersmann und die spätere MVP Luise Klein waren die Hamburgerinnen in Vollbesetzung angereist, während man in Oranienburg neben den beiden verletzungsbedingten Ausfällen Cara Sander und Luise Rossek mit Natalie Heinold auf eine weitere Außenangreiferin verzichten musste.

Mit Neuzugang Kathleen Weiß auf der Außenposition startete man dennoch guter Dinge in die Partie, wusste man doch, dass man am heutigen Tage – außer dem Spaß – nichts zu verlieren hatte.

Ungeachtet dessen startete der VSV unsicher in den ersten Satz, während die Gäste aus Hamburg gleichzeitig nur wenig Zweifel daran aufkommen ließen, dass sie die drei Punkte mit nach Hamburg nehmen wollten. Von Beginn an dominant, bauten sie ihre Führung kontinuierlich aus. Einem nahezu perfekten Side-out auf Seiten des ETV stand eine VSV-Mannschaft gegenüber, die ihre Break-Chancen nicht zu nutzen wusste und in fast allen Belangen wackelte. Die von Coach Peter Schwarz genommenen Auszeiten bei den Spielständen 2:7 und 8:16 konnten den Satzverlust nicht mehr abwenden und ein 16:25 Endstand besiegelte den ersten Satz. Trotz der Deutlichkeit war man zum Schluss besser ins Spiel gekommen und hoffte auf den zweiten Durchgang.

Erneut erspielte sich der ETV eine Führung, diese konnte man jedoch in zahlreichen langen Ballwechseln und dank konstant hohem Aufschlagdruck zu eigenen Gunsten umdrehen. Wichtige Akzente setzte auch Mittelblockerin Kristin Sabrowske, die in dieser Phase des Spiels starke Blockarbeit leistete und immer wieder für direkte Punkte sorgte. Mit einer zwischenzeitlichen Führung von 22:21 hatten die Damen alle Fäden in der Hand, konnten sich aber infolge unnötiger Eigenfehler in Annahme, Angriff und Abwehr nicht belohnen und gaben den Satz zu 23 aus der Hand.

Der Widerstand schien gebrochen und mit einem 0:6 Start in den dritten Satz wurde es immer schwieriger, noch an eine Wendung zu glauben. Die Gegnerinnen gaben sich keine Blöße und sorgten mit mehreren Aufschlagserien für den nötigen Abstand zu den Oranienburgerinnen. Zu 11 ging der Satz deutlich und verdient an die Gäste aus Hamburg, die somit ihre Tabellenführung noch untermauern konnten.

Auf Seiten des VSV bleibt die Einsicht, dass ungeachtet des Ergebnisses und vor allem in Anbetracht der angespannten Personalsituation diese Begegnung zwar die Punkte, ganz sicher aber nicht den Spaß gekostet hat. Einmal mehr verdient MVP auf Seiten des VSV wurde Kapitänin Anika Zülow, die sich gemeinsam mit Luise Klein vom ETV über selbstgebackene Plätzchen freuen durfte.

Ein großes Dankeschön gilt an diesem Wochenende ganz besonders unseren Zuschauern, die uns so tatkräftig unterstützt haben!

Autorin: Imke Henningsen

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