Duell auf Augenhöhe

Am Sonntag empfing der VSV Havel Oranienburg zum Heimspiel den Drittplatzierten BBSC 2. Die Berlinerinnen sind keine unbekannten Gegner, traf man schon beim Regionalpokal Nord-Ost aufeinander. Man hatte sich viel vorgenommen für dieses Spiel, war es doch nach der zweiwöchigen Spielpause endlich wieder an der Zeit den treuen Zuschauern eine selbstsichere und positiv gestimmte Mannschaft zu präsentieren.

Hoch motiviert gingen die VSV-Damen in den ersten Satz, sehr wohl aber mit dem Bewusstsein, dass es nicht leicht wird, den Sieg aus dem Regionalpokal zu wiederholen. In den ersten Satz startete der VSV sehr unsicher, die Leistung auf allen Positionen war durchwachsen und es wurde deutlich zu wenig Druck über den Aufschlag gemacht. Die Berlinerinnen wiederum spielten routiniert auf hohem Niveau und brachten den VSV zügig mit einem 16:6 und 19:11 in Bedrängnis, sodass diese Partie mit 25:14 an die Berlinerinnen ging.

Im nächsten Satz variierte Trainer Peter Schwarz die Startaufstellung und brachte nun Neuzugang Kathleen Weiß im Außenangriff. Die Rechnung ging auf, die gegnerische Annahme hatte erhebliche Probleme mit den druckvollen Aufschlägen der ehemaligen Nationalspielerin. Sie führte das Team mit Ihren Aufschlägen vom Rückstand 5:8 zu einer 10:8-Führung. Diese Führung ließ das Selbstbewusstsein der anderen VSV-Damen wachsen, die nun in allen Elementen zu überzeugen wussten. Doch auch die Berlinerinnen nutzen jede Chance und konnten sich erneut eine 3-Punkte-Führung erkämpfen. Die darauf folgende Aufschlagserie von Natalie Sabrowske und die variantenreichen Angriffe aller VSV-Damen, ließen beim Spielstand von 24:22 die Verbindung zum Spannseil des Netzes reißen. Nach kurzer Unterbrechung konnte der Satz durch einen souveränen Aufschlag von Charlotte Kornprobst mit 25:22 gewonnen werden.

Zum dritten Mal in Folge starte der VSV unsicher in den Satz, so dass man schnell einem 1:5 Rückstand hinterherlief. Beim Rückstand von 4:8 brauchte eine Aufschlagserie von Kristin Sabrowske die Havelstädterinnen zurück ins Spiel und es konnte erstmals der Ausgleich (8:8) in diesem Satz erreicht werden. Endlich zeigten sich die VSV-Damen wieder kämpferisch und erspielten sich eine stetig wachsende Führung (12:11, 18:14). Eine sehr gute Angriffssicherung ließ die VSV-Damen mutiger werden, so dass auch Anika Zülow (MVP des Tages) wichtige Akzente im Angriff setzen konnte. Beim Spielstand von 21:17 verletzte sich die Spielerin Ester Böhnki vom BBSC 2 bei der Landung am Knie so schwer, dass sie die Partie nicht fortsetzen konnte. Auch die VSV-Damen standen unter Schock, denn sie hatten erst einen Monat zuvor in dieser Halle zwei eigene Spielerinnen vom Feld tragen müssen. Am Ende hieß es 25:22 für die Oranienburgerinnen.

Wer nun glaubte, der zweite und dritte Satz würden sich wiederholen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Statt hart umkämpften Ballwechseln, wurde eher das Bild einer statischen Abwehr gezeichnet. Es kam erneut zu einer Serie an Eigenfehlern, sodass die VSV-Damen dauerhaft einem Rückstand hinterher liefen. So konnten sich die Berlinerinnen bereits recht früh im vierten Satz mit 5 Punkten absetzen. Die Führung konnte zu jeder Zeit, u.a. wegen der starken gegnerischen Außenangreiferin Giulia Eisenacher (MVP des Tages), beibehalten und ausgebaut werden (10:4, 17:11, 21:12). Mit dem Endstand von 25:16 holte sich der BBSC 2 den Satz.

Nun stand das Satzverhältnis 2:2 und es galt nochmal sämtliche Kräfte zu mobilisieren. Während des fünften Satzes boten sich die beiden Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen und intensives Abwehr- und Angriffsspiel, sodass sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte (6:6, 9:9, 14:14). Die Berlinerinnen hatten am Ende das glücklichere Händchen und entschieden den Tiebreak 16:14 für sich.

Schlussendlich ist zu sagen, dass diese Begegnung hart umkämpft war, leider fehlte es an dem positiven Ausgang für die Havelstädterinnen. Am kommenden Sonntag, dem zweiten Advent, hoffen sie erneut auf die Unterstützung zahlreicher Zuschauer. Der Spielbeginn ist 15:00 Uhr.

Für den VSV spielten: Franziska Ambos, Michaela Galandi, Imke Hennigsen, Natalie Steck, Lina Hoffmeister, Charlotte Kornprobst, Kristin Sabroswke, Natalie Sabrowske, Kathleen Weiß, Anika Zülow

Autorin: Franziska Ambos

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