VSV-Damen beweisen trotz Niederlage enorme Teamstärke

Diesen Samstag ging es für die erste Damenmannschaft des VSV Havel Oranienburg zum Vorjahresmeister Rotation Prenzlauer Berg (RPB), der bis dato nur gegen den aktuell sehr stark aufspielenden Eimsbütteler TV Punkte verlor und dementsprechend auf dem zweiten Tabellenplatz rangierte. Wie auch in den Jahren zuvor, versprach das Duell ein Spitzenspiel zu werden, schenkten sich beide Mannschaften in den vergangenen Partien doch nichts und waren für ihren qualitativ hochwertigen Volleyball bekannt.

Dabei standen die Vorzeichen beim VSV unter keinem guten Stern: Erst letzte Woche Sonntag verletzten sich mit Cara Sander (Bänderriss) und Luise Rossek (Kreuzbandriss) gleich zwei Spielerinnen so schwer, dass sie für mehrere Wochen ausfallen und ihre Teamkolleginnen nur vom Spielfeldrand tatkräftig unterstützen konnten. Unter diesem Eindruck trainierten die VSV-Damen in der letzten Woche lediglich einmal und mussten darüber hinaus auf ihren angestammten Trainer Peter Black (Urlaub) weiterhin verzichten. Viel Verantwortung übernahm in diesem Zusammenhang Kapitänin Anika Zülow, die das Training plante und sich um die Aufstellung und Taktik am Spieltag kümmerte; ebenso wie Michaela Galandi. Erfreulicherweise stellte sich daneben noch ein bekanntes Gesicht in die Dienste der VSV-Damen – Vorstandsmitglied Ingo Jusepeitis und ehemaliger Trainer einiger VSV-Spielerinnen. Er übernahm das Coaching an diesem Tag.

Doch obwohl man mit einem dezimierten Kader zur Halle in der Sredzkistraße anreiste, war das Team sehr motiviert und freute sich auf die anstehende Begegnung. Mit Michaela Galandi (Z), Nathalie Heinold (AA), Anika Zülow (AA), Natalie Sabrowske (D), Charlotte Kornprobst (MB), Kristin Sabrowske (MB) und Lina Hoffmeister (L) startete man sodann in die Partie.

Und diese begann fulminant. Mit dem Rücken zur Wand und in dem Bewusstsein, dass man hier heute nur als Team geschlossen auftreten konnte, starteten die VSV-Damen kämpferisch in den ersten Satz und erspielten sich eine Führung von 7:3, sodass sich RPB-Trainer Klaus Helmke zu einer frühen Auszeit gezwungen sah. Doch auch diese schien die VSV-Mädels wenig zu beeindrucken und man führte zwischenzeitlich sogar mit 16:9. Mit druckvollen Aufschlägen, einem variablem Zuspiel und spektakulären Angriffen ließ man RPB zunächst keine Chance – bis Patricia Schauss zum Aufschlag kam und die Annahmereihe des VSV gehörig ins Straucheln brachte. Am Ende hieß es zwar 25:21 für die Oranienburgerinnen, doch machte sich bereits hier eine Schwäche deutlich, die dem VSV den Sieg an diesem Tag kosten sollte.

So ergaben die folgenden drei Sätze (16:25, 19:25 und 17:25 aus Sicht des VSV) allesamt ein ähnliches Bild: Die Oranienburgerinnen konnten immer wieder mit hochklassigem Volleyball glänzten und sorgten dafür, dass das Spiel sehenswert blieb; auch wegen seiner zum Teil sehr langen Ballwechsel. Doch in jedem Satz kam es zu einem Einbruch in der Annahme und man rannte dauerhaft einem Rückstand hinterher, dem man bei einer spielstarken Mannschaft wie RPB selten aufholt. So war man in vielen Elementen RPB ebenbürtig und stand dem Gegner in Sachen Feldabwehr, Block, Aufschlag und Angriff in nichts nach. Nur funktionierte in entscheidenden Phasen der Spielaufbau des VSV nicht, sodass man sich am Ende doch recht deutlich geschlagen geben musste. So waren es an diesem Tag neben Patricia Schauss, Elisabeth Schwerin und Melanie Gernert (MVP), die die VSV-Annahme gehörig unter Druck setzten und wohl den Unterschied machten.

Dennoch muss hervorgehoben werden, dass der VSV mit dem Ergebnis und der Teamleistung zufrieden ist, wusste man doch, dass RPB als Favorit in die Partie ging. Gerne hätte man den Gegner noch in den Tiebreak gezwungen, was dem VSV in der letzten Saison auch in der Rückrunde gelang, nachdem man in der Hinrunde noch 0:3 unterlag. Das Rückspiel konnte man damals für sich entscheiden und wer weiß, vielleicht sieht das Ergebnis am 9. Februar 2020 in eigener Halle, wenn beide Mannschaften wieder aufeinander treffen, ähnlich positiv für den VSV aus.

Als beste Spielerin auf Seiten des VSV wurde die 21-jährige Natalie Sabrowske gewählt, die mit einer beeindruckenden Angriffsquote auf der Diagonalposition und druckvollen Aufschlägen glänzen konnte.

Ein besonderer Dank gilt Ingo Jusepeitis, der uns mit seinen motivierenden Worten ein Lächeln ins Gesicht zauberte, und Jens Stassat, der mit seiner VSV-Trommel den Weg in nahezu jede Halle findet und uns immer tatkräftig anfeuert.

Autorin: Kristin Sabrowske 

Für den VSV spielten: Franziska Ambos, Michaela Galandi, Imke Hennigsen, Nathalie Heinold, Lina Hoffmeister, Charlotte Kornprobst, Kristin Sabrowske, Natalie Sabrowske, Anika Zülow

Teile diesen Beitrag

Was denkst du?

Ich erkläre mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch diese Website einverstanden.