Erster Heimsieg lässt weiterhin auf sich warten

Am heutigen Sonntag empfingen die Damen des VSV Havel Oranienburg ihren momentanen Tabellennachbarn den Grün-Weiß Eimsbüttel in eigener Halle um 15 Uhr. Das Team um Trainer Holger Schlawitz schaffte es in der vergangenen Saison 18 von 20 Pflichtspielen in der Regionalliga Nord zu gewinnen und stieg folgerichtig in die dritthöchste Spielklasse auf; hier sorgen sie nun – bestückt mit einigen starken Neuzugängen – hochmotiviert und kämpferisch für Wirbel: So setzten sie erst letztes Wochenende ein Ausrufezeichen, indem sie nach einem 0:2-Rückstand das Spiel gegen den TSV Tempelhof-Mariendorf noch in einen 3:2-Sieg für sich drehten. Doch unsere Mädels konnten ebenso Selbstbewusstsein tanken, schließlich hatte man zuletzt den VCO Schwerin in nur 59 Minuten 3:0 vom Parkett gefegt, gegen den Ligakonkurrenten BBSC II im Pokalhalbfinale 3:2 gewonnen und selbst im Pokalfinale gegen die Zweitligaformation des BBSC I einen Achtungserfolg mit einem 1:3 geholt (wir berichteten). Alles sprach somit für eine spannende Partie.

Der Auftakt verlief für die Damen des VSV Havel Oranienburg jedoch erst einmal holprig: Wackler in der Annahme bei konstant druckvollen Aufschlägen des gegnerischen Teams zwangen Trainer Peter Schwarz bei einem Stand von 1:6 bereits zur ersten Auszeit. Seine beruhigenden Worte halfen indes, die Mädels um Kapitänin Anika Zülow kämpften sich fortan Punkt für Punkt ins Spiel; nun waren sie es, die Akzente im Service setzten und auch die Blockarbeit um Kristin Sabrowske und Charlotte Kornprobst funktionierte. Über die Stationen 15:16 und 20:16 konnte der erste Satz mit 25:19 für sich entschieden werden.

Allerdings sollte jener positive Schwung leider nicht mit in Satz 2 genommen werden. Auch hier liefen die Mädels des VSV Havel Oranienburg erneut einem Rückstand hinterher: Es hieß 7:12 und 10:14. Unsicherheiten schlichen sich ein; weniger Konsequenz in Angriff und Feldverteidigung waren die unerfreuliche Resonanz. Grün-Weiß Eimsbüttel zeigte sich in jener Phase schlicht abgeklärter – auch wegen einer stark aufspielenden Svea Frobel (MVP) – und glich mit einem 22:25 die Partie zum 1:1 aus.

Das wollte man sich so natürlich nicht gefallen lassen. Es hieß, das Geschehene abzuhaken und sogleich mutig und aggressiv in den 3. Satz zu starten. Gerade Kapitänin Anika Zülow (MVP) fasste sich nunmehr ein Herz und konnte immer wieder erfolgreich entweder mit schierer Kraft oder klugen Legern variantenreich punkten. Dennoch waren beide Mannschaften eng beieinander und bei einem Stand von 18:20 ist es für die Damen des VSV Havel Oranienburg noch einmal richtig knapp geworden. Allerdings sollte nun ein cleverer Doppelwechsel das Blatt zu unseren Gunsten wenden: Franziska Ambos und Natalie Sabrowske kamen, verschafften den bisher spielenden Luise Rossek und Michaela Galandi die nötige Verschnaufpause und fügten sich problemlos ins Spielgeschehen ein; Letztere nahm schließlich mit vier kraftvollen Aufschlägen in Folge den Annahmeriegel der Eimsbütteler Damen auseinander und sorgte für den Satzgewinn (25:22).

Nun sollte der vierte Satz geholt werden, schließlich wollten heute drei Punkte erbeutet werden. Aber der Grün-Weiß Eimsbüttel war nicht umsonst Tabellennachbar: Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, beide Teams schenkten sich nichts. Bis Mitte des Satzes konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Bei einem Stand von 12:14 sicherten sich die Gäste jedoch einen ersten Break – Und plötzlich ging beim VSV Havel nichts mehr: Keine der Aktionen sollte mehr gelingen; erneut machte sich Unruhe im Spiel breit, das Selbstbewusstsein wankte. Folgerichtig hieß es 12:18. Auch ein letztes Aufbäumen brachte leider nichts: Mit 19:25 ging der Satz verloren.

Es hieß, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und sich vom heimischen Publikum (inkl. unserer treuen VSV-Ultras) nach vorn peitschen zu lassen. Wie so oft an jenem Tag gingen jedoch erst einmal die Gäste in Führung; bei einem Stand von 10:10 stand das Spiel indessen erneut auf Messers Schneide. Grün-Weiß Eimsbüttel hatte hier jedoch schlussendlich einen längeren Atem und gewann eine stark umkämpfte – seitens des VSV Havel Oranienburg leider von Licht und Schatten geprägte – Partie mit 11:15 bzw. 2:3 nach Sätzen.

Der erste Heimsieg lässt folglich noch auf sich warten. Gelingen könnte er jedoch am 27. Oktober 2019, wenn unsere Mädels um 15 Uhr die Damen des VT Hamburg empfangen.

Für den VSV Havel Oranienburg spielten: Franziska Ambos, Michaela Galandi, Natalie Heinold, Imke Henningsen, Charlotte Kornprobst, Luise Rossek, Kristin Sabrowske, Natalie Sabrowske, Cara Sander, Anika Zülow

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