Knappe Niederlage gegen Titelaspiranten

Am vergangenen Sonntag begrüßte der VSV Havel Oranienburg die erste Mannschaft vom TSV Tempelhof-Mariendorf in der heimischen Stätte im HBI-Sportforum zum zweiten Heimspiel der Saison. Da die letzten Aufeinandertreffen in der Saison 18/19 jeweils nur sehr knapp zugunsten der Hävlerinnen entschieden werden konnten, versprach die Partie von vornherein erhöhtes Spannungspotential.

Dies schien sich auch direkt im ersten Satz zu bewahrheiten, war es doch bis zum Stand von 13:12 ein offener Schlagabtausch. Erst mit dem Punkt zum 16:12 konnte sich der VSV erstmals entscheidend absetzen und ließ sich den Vorsprung auch nicht mehr nehmen. So hieß es am Ende von Satz 1 schließlich 25:19 und somit 1:0 für Oranienburg.

Auch der zweite Durchgang gestaltete sich bis zur Mitte des Satzes vollkommen offen (17:17), bis der TSV mit einer 5-Punkte-Serie davonzog. Der VSV versuchte sich davon nicht allzu sehr beeindrucken zu lassen und konnte so immerhin noch 3 der 5 Satzbälle der Gäste abwehren. Beim Stand von 22:24 wurde der Block allerdings der Block ungünstig angeschlagen und der Ball somit unabwehrbar. Damit hieß es Satzausgleich – 1:1 (25:19, 22:25).

Satz Nummer 3 sollte sich als Sternstunde der Oranienburgerinnen herausstellen. Hoher Druck im Aufschlag, konzentrierte Blockarbeit, schnelle Beine in der Abwehr sowie Power und Köpfchen im Angriff sorgten dafür, dass man sich früh absetzen konnte. Davon schien der TSV etwas überrumpelt und wusste dem stark aufspielenden Team um Kapitänin Anika Zülow nichts mehr entgegenzusetzen. Mit einem letzten krachenden Schlag in den Winkel beendete Cara Sander den Durchgang zum 25:14 und somit zur erneuten Führung (2:1, 25:19, 22:25, 25:14).

Was dann passierte, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Wie ausgewechselt startete man nach dem so dominanten dritten Satz in Durchgang Nummer 4. Probleme in der Abstimmung, erhöhter Aufschlagdruck des TSV sowie Unmengen an Eigenfehlern brachen dem VSV das Genick. Als man schließlich wieder etwas zurück in die Spur fand, war es bereits zu spät und die Gäste glichen aus (2:2, 25:19, 22:25, 25:14, 17:25).

Also alles auf null. Doch auch im entscheidenden Tiebreak wollte nichts mehr so recht klappen und so rannten die Oranienburgerinnen schnell einem 5-Punkte-Vorsprung hinterher. Die Lücke ließ sich nicht mehr schließen und so musste man sich mit einem 2:3 gegen den TSV Tempelhof-Mariendorf geschlagen geben. Was bleibt, nach einem auf beiden Seiten sehr durchwachsenen Spiel, ist ein Punkt, den die Berlinerinnen in Oranienburg lassen sowie neue Aufgaben und Stellschrauben für Trainer Peter Schwarz, die im Training angegangen werden müssen.

In der kommenden Woche warten gleich zwei längere Auswärtsfahrt auf den VSV. Am Samstag (05.10. | 16 Uhr) geht es gegen den Zweitliga-Absteiger VCO Schwerin und am Sonntag (06.10. | ab 10.30 Uhr) steht der Regionalpokal in Braunsbedra an.

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