VSV-Damen verlieren knapp im Tie-Break

Am vergangenen Samstag hatten die VSV-Damen ihre weiteste und letzte Auswärtsfahrt – es ging in die Hauptstadt Schleswig-Holsteins, zum Kieler TV.

Pünktlich um 16 Uhr begann die Partie, die zunächst auf beiden Seiten durch eine recht hohe Fehlerquote geprägt war. Kiel hatte einen Aufschlag nach dem nächsten hinter die Grundlinie gesetzt und der VSV zeigte ungewohnte Schwächen im Angriff und in der Abstimmung. Eine Aufschlagserie von Michaela Sabrowske drehte den ersten Satz von einem zwischenzeitlichen 4-Punkte-Rückstand auf den Ausgleich beim 19:19 und letztlich den Gewinn des ersten Satzes für den VSV.

Die Damen aus Oranienburg hatten sich nun warm gespielt – so dachte man jedenfalls, aber Kiel startete erneut hochmotiviert, schließlich ging es um entscheidene Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Entsprechend musste Trainer Hinz bereits bei einem 0:4-Rückstand seine erste Auszeit nehmen. Und seine Worte fruchteten. Der VSV konnte sich wieder bis auf einen Punkt an den Gegner herankämpfen und bis zum 20:20 war es nun ein ausgeglichenes Spiel. Zum Satzende schlichen sich dann bei den Damen aus Oranienburg wieder ein zwei kleine Fehler ein, sodass es am Ende hieß: 20:25 für Kiel. Nix mit schnell wieder nach Hause…

Im dritten Satz glänzte Oranienburg mit einer hervorragenden Sideout-Quote. Die Annahme stand, die Zuspielerinnen Michaela Sabrowske und Franziska Ambos konnten ihre Angreiferinnen gut in Szene setzen und diese fanden mit ihren Angriffen sehr oft eine Lücke im gegnerischen Feld. Allen voran Kapitänin Anika Zülow (MVP), die sich wieder zum Ziel gesetzt hatte, Krater im Hallenboden zu hinterlassen. Satz drei lief also…selbst wenn in der Feldabwehr die Arme manchmal zu langsam waren, dann nimmt eine Anne Matthes halt das Knie, um den Ball lässig zu ihrer Zuspielerin zu bringen.

Sehr schön – nur noch einen Satz gewinnen, um die nächsten drei Punkte nach Oranienburg zu holen! Aber auch dieses Mal hatten die Kieler Damen wieder etwas dagegen. Die knapp 50 Zuschauer in der Hein-Dahlinger-Halle bekamen nun ein spannendes Spiel mit vielen langen Ballwechseln zu sehen. Die Abwehrreihen beider Teams gaben keinen Ball mehr verloren – besonders spektakuläre Abwehraktionen boten beide Liberas, Sina Westphal (MVP) und Inke Henningsen. Allerdings war es In dieser Phase oftmals Kiel, die am Ende des Ballwechsels das Quäntchen mehr Glück hatten…auch das Schiedsrichter-Duo trug seinen Teil dazu bei, dass die Heimmannschaft plötzlich mit 13:6 führte. Der Doppelwechsel mit Mareike Ulbrich und Franziska Ambos brachten nochmal neuen Schwung in das oranienburger Spiel. Mareike Ulbrich fasste sich ein Herz und legte eine klasse Aufschlagserie hin, welche diesen vierten Satz noch einmal so richtig spannend machte. Spätestens jetzt war auch jeder Zuschauer voll dabei! Doch die Kieler Damen ließen sich nicht beirren, mit hohem Aufschlagdruck und guten Angriffen behielten sie diesen Satz im Norden.

Es ging also in den Tie Break! Der VSV hat in der laufenden Saison noch keinen Tie Break abgegeben, daher war man zuversichtlich, das Ding nach Oranienburg zu holen. Allerdings musste Hinz auch in diesem Satz eine sehr frühe Auszeit nehmen, beim Stand von 0:3. Mit guten Aufschlägen konnte der VSV sich aber wieder herankämpfen und beim Seitenwechsel war der Satz und somit das Spiel völlig offen. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, jeder Punkt wurde gefeiert, die Halle kochte. Am Ende waren es Kleinigkeiten, minimale Ungenauigkeiten auf Seiten des VSV, die letztendlich das Spiel entschieden haben. VSV verlor den 5. Satz knapp mit 13:15.

Nun ist erst einmal wieder ein Wochenende spielfrei, bevor es dann im letzten Saisonspiel am 23.03. zu Hause gegen den Eimsbütteler TV geht.

Für den VSV spielten: Franziska Ambos, Ronja Braitsch, Imke Hennigsen, Stefanie Koj, Charlotte Kornprobst, Anne Matthes, Michaela Sabrowske, Natalie Sabrowske, Mareike Ulbrich, Mercedes Zach, Anika Zülow.

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