VSV-Damen bezwingen Tabellennachbarn mit 3:1

Diesen Samstag bestritten die Damen des VSV Havel Oranienburg ein weiteres Spitzenspiel in der Dritten Liga Nord und empfingen den direkten Tabellennachbarn TSV Tempelhof-Mariendorf in eigener Halle um 18 Uhr. Bereits in den vorherigen beiden Wochen waren sich gegen die Topmannschaften der Rotation Prenzlauer Berg und des BBSC II sehenswerte Partien geliefert worden, in denen das Team um Kapitänin Anika Zülow mit zwei Siegen bereits ein Ausrufezeichen für die angestrebte Tabellenführung setzen konnte. Nun sollte es gegen die Süd-Berlinerinnen gern so weitergehen.

Sodann starteten die VSV-Damen von Anfang an wach und äußerst konzentriert in das erwartet spannende Match. Das Spiel lief daher erst einmal reibungslos, immer wieder konnten die Havelstädterinnen punkten und variantenreich aufspielen; besonders erfreulich war hierbei das ein oder andere taktische Angriffsmittel mit Luise Rossek bzw. Svenja Günzel, das nach akribischem Training erstmalig im Spiel mehrfach erfolgreich umgesetzt werden konnte. Auch Ronja Braitsch zündete an diesem Tag und zeigte hervorragende Schnellangriffe über die Mittelposition. Ergebnis war die Sicherung einer komfortablen sechs-Punkte-Führung (14:8). Der TSV Tempelhof-Mariendorf hielt jedoch gegen, bewies viel Kampfgeist und machte es bis Satzende noch einmal spannend: So sah sich Trainer Robert Hinz bei einem Spielstand von 23:23 plötzlich zu einer Auszeit gezwungen. Die eindringlichen Worte halfen, Anika Zülow fasste sich ein Herz und schmetterte ihr Team zu einem denkbar knappen 26:24-Satzsieg.

Es schlichen sich nun weitere, leichte Konzentrationsschwächen bei den VSV-Damen ein, mehrere Aufschlagfehler und weniger Konsequenz in Angriff und Feldverteidigung waren die unerfreuliche Resonanz. Der TSV Tempelhof-Mariendorf glänzte hingegen mit teilweise spektakulären Abwehraktionen und schaffte es so – auch wegen einer starken Anne Pape (MVP) – sich immer mehr von den Gastgeberinnen abzusetzen. Über die Stationen 6:11 und 17:20 sicherten sich die Süd-Berlinerinnen den zweiten Satz verdient mit 21:25.

Das wollte man sich so natürlich nicht gefallen lassen. Es hieß, das Geschehene abzuhaken und sogleich mutig und aggressiv in den 3. Satz zu starten. Michaela Sabrowske (MVP) konnte ihre Mitspielerinnen mit einer nunmehr verbesserten Abwehr und einer ohnehin stabilen Annahme clever und punktreich bedienen. Auch setzte der Block um Kristin Sabrowske nun mehrfach Akzente. Bei einem Stand von 13:6 erfolgte schließlich ein erfolgreicher Doppelwechsel: Franziska Ambos und Natalie Sabrowske kamen, verschafften den bisher Spielenden die nötige Verschnaufpause und fügten sich problemlos ins Spielgeschehen ein; Letztere schmetterte sogleich einen Ball ins gegnerische Feld. Die VSV-Damen ließen nun nichts mehr anbrennen und holten sich Satz 3 mit 25:19.

Nun musste der vierte Satz geholt werden, schließlich sollten heute drei Punkte erbeutet werden. Aber der TSV Tempelhof-Mariendorf war nicht umsonst direkter Tabellennachbar: Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, beide Teams schenkten sich nichts. Bis Mitte des Satzes konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Bei einem Stand von 20:18 sicherten sich die VSV-Damen jedoch einen ersten Break. Über 22:19 und 24:21 holten sich die Gastgeberinnen nach 108 stark umkämpften Minuten schließlich Satz und Sieg (25:21).

Die VSV-Damen sind nunmehr – jedenfalls für heute – Tabellenführer, ehe der ETV Eimsbüttel sogleich um 15 Uhr die Rotation Prenzlauer Berg empfängt. Der Kampf um die Meisterschaft bleibt somit weiterhin spannend.

In der kommenden Woche tritt der VSV Havel Oranienburg im Übrigen auswärts gegen die Damen der SV Braunsbedra an. Die Konkurrentinnen belegen derzeit den siebten Tabellenplatz. Anpfiff ist am 03.02.2019 um 16 Uhr in der Geiseltalhalle St. Barbara, Am Stadion 5, 06242 Braunsbedra.

Für den VSV Havel Oranienburg spielten: Franziska Ambos, Ronja Braitsch, Svenja Günzel, Imke Henningsen, Stefanie Koj, Charlotte Kornprobst, Anne Matthes, Luise Rossek, Kristin Sabrowske, Michaela Sabrowske, Natalie Sabrowske, Mercedes Zach, Anika Zülow

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