Freudentränen trotz 0:3 Pleite

Am vergangenen Sonntag empfingen die Damen II des RPB die VSV Havel Oranienburg zum Spitzenspiel der Dritten Liga Nord zu einem über weite Strecken hochklassigen Spiel, bei dem die Gäste aus Oranienburg mit einem 0:3 den Kürzeren zogen.

Nach anfänglichem allgemeinen Unmut darüber, dass man zu allem Überfluss nur Minuten nach dem Spiel vom Hallensprecher noch einmal auf das Spielfeld gebeten wurde, war für einen kurzen Moment all der Frust und die Enttäuschung ob der gerade erlittenen Niederlage vergessen: In verdunkelter Halle und nur erhellt von den Handylampen der rund 150 Zuschauer hielt der langjährige Freund von Zuspielerin Julia Löchel um die Hand seiner schwangeren Freundin an. Obwohl man das „Ja“ nur erahnen konnte, kullerten nicht nur bei den frisch Verlobten einige Tränen. Die gesamte Mannschaft freut sich sehr für euch zweieinhalb; alles, alles Gute!

Was zuvor in der Sporthalle Sredzkistraße passiert war, entsprach hingegen ganz und gar nicht dem Geschmack der Oranienburgerinnen. Satz 1 begann zunächst ausgeglichen und bestätigte schnell die Vermutungen, dass es ein von Aufschlag und Annahme dominiertes Spiel würde. Erst Mitte des ersten Durchgangs nahm das Spiel Fahrt auf und immer häufiger blitzte die Klasse beider Teams durch. Starke Abwehraktionen sorgten für lange Rallies, vor allem Libera Stefanie Koj glänzte ein ums andere Mal. Während die Gäste einen Großteil des Satzes einem 1 bis 2-Punkte-Vorsprung durch die RPB hinterherlief, gelang beim Stand von 19:19 erstmalig der Ausgleich, den man zu einer 25:24 Führung ausbauen konnte. Zwei Eigenfehler und eine Fehlentscheidung des Schiedsgerichts sorgten für einen denkbar knappen Endstand von 25:27 im ersten Satz.

Auch im zweiten Durchgang konnte die RPB die Gegnerinnen über weite Strecken mit ein bis zwei Zählern auf Abstand halten, doch erneut wurde es trotz einer weiteren Fehlentscheidung seitens des an diesem Tage unglücklich agierenden Schiedsgerichts zum Satzende bei einem 24:24 Zwischenstand eng. Den ersten Satzball hatte der VSV beim 23:24 gegen sich, wehrte jedoch diesen sowie fünf weitere Satzbälle erfolgreich ab. Beim Stand von 27:27 bewies Zuspielerin Julia Löchel wie so oft in der laufenden Spielzeit Nerven und wurde eigens für den Aufschlag eingewechselt. Doch zum zweiten Mal an diesem Tage war dem Team um Trainer Robert Hinz kein Glück beschieden und der Satz endete mit einem unbefriedigenden 29:31 Endstand.

Nachdem man sich sowohl im ersten als auch im zweiten Satz vergeblich abgemüht hatte, ohne sich zu belohnen, war im dritten Satz die Luft raus. Der Widerstand schien gebrochen und so recht wollte nichts mehr gelingen. Zu 11 ging der Satz an die Damen der RPB, deren Sieg wir durch die Beschwerden über die Schiedsrichterleistung keinesfalls schmälern wollen, herzlichen Glückwunsch!
Sichtlich enttäuscht, aber zuversichtlich schauen wir jetzt weiter nach vorne, denn „Hinten kackt die Ente“, wie Trainer Robert Hinz die Situation wortgewandt zusammenfasste.

Über eine Flasche Sekt und die Auszeichnung als beste Spielerin freute sich unsere Anne Matthes.

Für den VSV kämpften auf dem Parkett: Julia Löchel, Imke Henningsen, Mareike Ulbrich, Stefanie Koj, Anne Matthes, Anika Zülow, Kristin Sabrowske, Natalie Sabrowske, Luise Rossek, Charlotte Kornprobst und unsere beiden frischen Gelbkarten-Dekorierten Michaela Sabrowske und Trainer Robert Hinz. Fehlerfrei blieb Co-Trainer Ole Schröter.

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