In 60 Minuten auf Platz 5

Am vergangenen Samstag machte sich das stark dezimierte Team aus Oranienburg mit einer kleinen Fangemeinde auf den Weg zur letzten Auswärtsfahrt nach Hamburg/Eimsbüttel. Von dem ursprünglichen 17-Mann-Kader blieben lediglich 9 Spielerinnen übrig, die heiß auf eine Revanche waren. Denn das Hinspiel entschied der Eimsbütteler TV noch mit 3:1 für sich. Auch auf der Trainerposition der VSV-Damen gab es zum ersten Mal eine rein weibliche Unterstützung. Kristin Sabrowske – die verletzungsbedingt pausiert – coachte ihre Teamkolleginnen von der Seitenlinie.

Die Partie gegen den Tabellenachten der 3. Bundesliga Nord begann um 16 Uhr. Die Havelstädterinnen starteten etwas verhalten und brauchten ein wenig Zeit, um ins Spiel zu finden. Ein paar kleine Abstimmungsfehler in der Feldabwehr und in der Blocksicherung gestalteten den Beginn des ersten Satzes sehr ausgeglichen. Doch Natalie Sabrowske hatte darauf anscheinend keine Lust und brachte ihr Team durch eine starke Aufschlagserie mit 6 Punkten in Führung (19:13). Wer jetzt glaubte, der Satz wäre schon sicher auf dem Konto der Oranienburgerinnen zu verbuchen, täuscht sich. Die Hamburgerinnen gaben noch nicht auf und drehten den Spieß noch einmal um. Nach einer kurzen Schwächephase des VSV in der Annahme witterte Eimsbüttel noch einmal eine Chance und glich zum 22:22 aus. Doch eine stabile Annahme machte es Zuspielerin Julia Löchel leicht, den gegnerischen Block auszuspielen und Kati Temtchina platzierte ihre Angriffe gezielt im gegnerischen Feld (25:23).

Ein entscheidender Moment für den weiteren Verlauf des Spiels. Jetzt waren die Havelstädterinnen in allen Elementen fokussiert. Lediglich ein kleiner Wackler in der Annahme zu Beginn des zweiten Satzes brachte den ETV kurz in Führung. Doch der VSV glich mit druckvollen Aufschlägen zum 6:6 aus. Die Oranienburgerinnen ließen nichts mehr anbrennen und wollten sich die 3 Punkte sichern, um auf den fünften Tabellenplatz zu wandern. Die Stunde der VSV-Mauer schlug zu und Ronja Braitsch ließ am Netz nichts mehr vorbei. Beim 25:15 war dann Schluss.

Auch die kurzfristig angekündigte 10-minütige Showeinlage des örtlichen Cheerleaderteams nach dem zweiten Satz, brachte die VSV-Damen nicht aus der Spur. Bereits der Start stellte die Weichen für das Erreichen des vorgegebenen Ziels. Julia Löchel ging zum Aufschlag und verließ die Position erst beim Stand von 9:0. Nach genau 60 Minuten Spielzeit Stand es am Ende des dritten Satzes 25:12 und somit 3:0 nach Sätzen.

Am 17. März treten die VSV-Damen in heimischer Halle gegen den SC Potsdam zum letzten Spiel der Saison 2017/18 an. Gegen das Team aus der Landeshauptstadt Brandenburgs wollen die Havelstädterinnen noch einmal alles geben und sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren. Mit einem Sieg gegen die jungen Talente aus Potsdam könnten die Damen vom VSV noch einmal auf den vierten Platz der 3. Liga rutschen. Unterstützt werden die Oranienburgerinnen vom Erfolgstrainer Michael Bade. Auf die Fans wartet neben dem sportlichen Highlight die traditionelle Tombola mit tollen Preisen von den Unterstützern aus der Region. Anpfiff ist um dieses Mal erst 19 Uhr im HBI Sportforum.

Für den VSV am Ball: Julia Löchel, Michaela Sabrowske, Natalie Sabrowske, Ronja Braitsch, Celina Kunde, Antje Haferkorn, Kathrin Temtchina, Anika Zülow, Josefine Peschel, Kristin Sabrowske (Trainerin)

Was denkst du?

Ich erkläre mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch diese Website einverstanden.