VSV gelingt Sensation mit starker Teamleistung

Am 3. Februar ging es für den VSV Havel Oranienburg im dreizehnten Saisonspiel gegen den Tabellenzweiten Tempelhof-Mariendorf (TM), dem man im Hinspiel noch knapp mit 2:3 unterlegen war.

Nach sechs verlorenen Punktspielen in Folge wollte man zwar endlich wieder Erfolge feiern, allerdings war die Mannschaft sich bewusst, dass mit TM ein bärenstarker Gegner wartete. Die Trainingswoche wurde dementsprechend effektiv genutzt, um sich vor allem in der Block-Feld-Abwehr sowie Sicherung vorzubereiten. Eine Schlüsselrolle übernahm hier Ricardo Galandi, der das Team neben Robert Heimann am Samstag betreute. Verzichtet werden musste leider krankheitsbedingt auf Michaela Sabrowske (Z) und Luise Rossek (AA) sowie aus beruflichen Gründen auf Sophie Schneider (AA).

Die Partie startete für die VSV-Damen ungewohnt spät um 19:00 Uhr mit Mannschaftskapitänin Anika Zülow (AA) sowie Jule Löchel (Z), Svenja Günzel (AA), Nele Trobisch (D), Charlotte Kornprobst (MB), Kristin Sabrowske (MB) und Josefine Peschel (L), wenngleich alle anderen Spielerinnen an diesem Tag noch ihren Einsatz bekommen sollten und ebenso zu einem grandiosen Sieg beitrugen. Dabei fand Oranienburg deutlich besser ins Spiel als TM und setzte den Gegner von Beginn an mit starken Aufschlägen unter Druck, sodass man sich eine Führung von 19:15 erspielen konnte. Doch TM kämpfte sich zurück und ließ den Vorsprung der VSV-Damen schmelzen. In einer packenden Endphase mit ansehnlichen Angriffen auf beiden Seiten setzte sich aber Oranienburg durch und gewann den Satz mit 25:23.
Das Selbstbewusstsein des Teams stieg, konnte man doch endlich an die Leistung der vorherigen Saison anknüpfen. Anders gestaltete sich jedoch der zweite Satz. Trotz einer beachtlichen 12:6 Führung verloren die Damen den Satz noch mit 22:25, was insbesondere an der starken Blockarbeit des Gegners lag; allen voran Anne Pape, die an diesem Tag auch verdient MVP auf Seiten von TM wurde. Dennoch war die kämpferische Einstellung der Oranienburgerinnen vor allem in der Feldabwehr lobenswert und man ging keineswegs niedergeschlagen in Satz 3, der folgerichtig mit 25:22 wiederum an Oranienburg ging. Hier waren es vor allem die effektiven Wechsel zwischen den Außen- und Diagonalpositionen (Temtchina für Günzel; N. Sabrowske für Trobisch), die dem Spiel weitere Stärke verliehen.

Leider schlichen sich im vierten Satz wieder die aus anderen Spielen bekannten Eigenfehler und fehlendes Durchsetzungsvermögen im Angriff ein, weswegen man den Satz deutlich mit 17:25 verlor und in den Tie-Break musste. Allerdings war man sich bewusst, dass die Annahme an diesem Tag stand und durch eine abwehrstarke Josefine Peschel (L) die Gegner immer wieder Probleme hatten, ihre Angriffe zu verwerten. Auch die eingewechselte Mittelblockerin Celina Kunde konnte wichtige Akzente setzen und spielte nun ebenso wie Natalie Sabrowske (D) im fünften Satz weiter. Glücklich über mindestens einen gewonnenen Punkt an diesem Tag gegen den Tabellenzweiten ging man mit viel Spielfreude in Satz 5, die letztendlich auch dazu führte, dass man diesen tatsächlich 15:11 und damit das Spiel 3:2 gewann. TM konnte in dieser Phase Oranienburg nicht viel entgegensetzen und half den VSV-Damen mit einer Reihe von Aufschlagfehlern zum verdienten Sieg.

Die Freude auf Seiten der Oranienburgerinnen war enorm, konnte man doch endlich die lange Negativserie beenden. Viel schöner war allerdings, dass sich die Mannschaft geschlossen präsentierte und sich gegenseitig unterstützte; sowohl auf Spielerinnen- als auch auf Trainerseite.

MVP wurde Jule Löchel (Z), die an diesem Tag nicht nur durch ihre starken Aufschläge, sondern auch durch ihre gute Passverteilung glänzte.

Nach einer Woche Pause erwartet Oranienburg nun in einem Auswärtsspiel der Tabellenvorletzte Parchim, bei dem man hofft, drei Punkte zu erspielen. Unterschätzen sollte man die junge Mannschaft jedoch keineswegs, schlugen sie doch in der Rückrunde den Tabellendritten RPB mit 3:2.

Für den VSV spielten: Franziska Ambos, Ronja Braitsch, Svenja Günzel, Julia Löchel, Charlotte Kornprobst, Celina Kunde, Josefine Peschel, Kristin und Natalie Sabrowske, Kathrin Temtchina, Nele Trobisch und Anika Zülow.

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