Volle Ausbeute für die 2. Damenmannschaft

2. FrauenAm heutigen Auswärtsspieltag ging es für unser zweites Damenteam nach Brandenburg/Havel, wo zuerst die Luckenwalder Engel und dann die Zweite des SV Blau Weiß Brandenburg auf sie warteten. Mit einer Minimalbesetzung von 8 Spielerinnen- davon 3 Diagonalangreifer- war klar, dass es nicht all zu viele Wechseloptionen gab und noch stärker zusammen gefightet werden musste. Dass allerdings schon die Anreise eine Herausforderung darstellt, hatte keiner auf dem Zettel. Gefunden war eine Halle auf der angegebenen Straße recht schnell, doch diese war verschlossen. Zumindest gesellten sich auch die Luckenwalder mit zur „Schatzsuche“, somit lief man nicht Gefahr das Spiel wegen verspäteter Ankunft kampflos abgeben zu müssen. Als man endlich die richtige Halle erreicht hatte, hieß es schnell umziehen und erwärmen. Die Erwartungen an das Spiel waren nicht all zu groß, schließlich wartete der Tabellendritte. Druckvolle und sichere Aufschläge, Kommunikation und Konzentration waren die Vorgaben, mit denen Trainerin A. Haferkorn die Mannschaft aufs Feld schickte.

Etwas nervös und mit einigen leichten Fehlern starteten die Havelstädterinnen in den ersten Satz. So blieb es bis zum Stand von 8:8 ausgeglichen. Doch das sollte sich ändern, als A. Wenzel zum Aufschlag schritt. Gezielt und druckvoll stellte sie die Luckenwalder vor unlösbare Aufgaben. Die wenigen Bälle, die der Gegner noch im Spiel halten konnte, wurden souverän verwandelt. Selbst eine gegnerische Auszeit konnte den Flow nicht stoppen. So wechselte erst nach 12 gespielten Punkten beim Stand von 19:9 wieder das Service. Damit war der erste Satz entschieden und wurde konzentriert zu Ende gespielt (25:11).

Auch der zweite Satz begann zunächst ausgeglichen. Dann folgte jedoch eine Schwächephase der Havel II Damen, bei der vor allem die Annahme wackelte. So sah sich Coach Haferkorn gezwungen beim Stand von 5:8 eine taktische Auszeit zu nehmen. Motiviert und fokussiert ging es zurück aufs Feld.
Dank einer guten Aufschlagserie unserer Kapitänin F. Bieber und variablem Angriffsspiel kam das Team wieder auf Kurs, setzte sich Stück für Stück weiter ab und konnte sich ein kleines Polster erarbeiten. Einige strittige Schiedsrichterentscheidungen brachten unnötig Hitze ins Spiel, wodurch sich beide Teams beeinflussen ließen. Es entwickelte sich ein spannender Fight, doch am Ende verwandelte der VSV mit einem Ass von A. Scheider seinen 2. Satzball zum verdienten Satzgewinn (27:25).

Der dritte Satz begann mit erneut wackeliger Annahme, sodass Luckenwalde bis zur Auszeit bei 5:9 davon zog. Danach kämpften sich Bieber & Co. Punkt für Punkt heran und übernahmen gegen Satzmitte die Führung, die sie bis zum Schluss weiter ausbauen konnten (25:18). Damit war der auch in dieser Höhe überraschende Sieg und die ersten 3 Punkte eingetütet.

Im zweiten Spiel des Tages setzten sich die Luckenwalder Engel mit 3:1 durch und freuten sich ihrerseits über 3 Punkte. Blau Weiß Brandenburg II holte sich zumindest den ersten Satzgewinn der Saison.

Damit waren die Vorzeichen für das letzte Spiel klar: ein weiterer Sieg sollte her, um Abstand vom Tabellenende zu gewinnen. Auf Seiten der Havel Damen wurden dafür- zum Unmut einiger- die Trikots getauscht. Nach der längeren Pause waren die Trikots zunächst auch das einzige, was frisch wirkte. Trotz spielerischer Überlegenheit verhinderten viele leichte Fehler eine deutlichere Führung. Nachdem die Lethargie abgelegt und die Spielfreude wieder entdeckt wurden zogen sie aber mit großen Schritten davon und gewannen mit 25:14 deutlich den ersten Satz.

Im zweiten Satz rannte man anfangs einem Rückstand hinterher. Doch durch eine Aufschlagserie von L. Niegel, die in diesem Spiel die pausierende F. Bieber als Kapitän vertrat, glichen die VSV Damen wieder aus. In der Folge wurde sich ein kleiner Vorsprung erarbeitet, der bis zum Schluss gehalten wurde (25:20).

In der Satzpause ermahnte Trainerin Haferkorn nochmals „die Spannung aufrecht zu erhalten“.
Die Spielerinnen taten sich allerdings mit der Umsetzung sehr schwer, da vom Gegner wenig Druck und in den eigenen Reihen keine Ernsthaftigkeit kam. Zur souveränen Führung reichte es dennoch. Ab Mitte des Satzes erhöhte das Team noch einmal die Schlagzahl und konnte sich einen immer größeren Vorsprung erspielen. Zu 12 wurde der letzte Satz und damit auch das zweite Spiel mit 3:0 gewonnen.

Große Freude und Erleichterung, dass trotz der widrigen Vorzeichen ganze 6 Punkte aus Brandenburg entführt werden konnten, machte sich breit. Durch die fantastische Mannschaftsleistung aller 8 Spielerinnen und der Trainerin konnte das Team von Platz 7 auf Platz 5 klettern!

Es spielten: F. Bieber, T. Däbel, L. Niegel, P. Sander, A. Scheider, A. Simon, E. Simon, A. Wenzel

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