Knapp am Coup vorbeigeschrammt

Nach dem Gewinn des Landespokals im April mussten sich die Frauen des VSV Havel nun in der nächsten Runde, dem Regionalpokal, beweisen. Die Auslosung durch die Landesspielwarte ergab, dass der Halbfinalgegner der Ligakonkurrent SV Energie Cottbus sein sollte. Das erste Halbfinale bestritten zunächst der USC Magdeburg und der Köpenicker SC II. Hier setzten sich die Berlinerinnen souverän mit 3:0 durch.

Die Cottbusserinnen waren den VSV-Damen noch aus der letzten Saison bekannt, aufgrund der Ausgeglichenheit der Spiele (3:2, 2:3) konnte jedoch im Vorfeld keine genaue Einschätzung erfolgen. So gingen die Oranienburgerinnen um die Trainer Bade und Galandi unbefangen in den ersten Satz und erspielten sich durch eine solide Annahme und druckvolle Angriffe eine komfortable Führung, die bis zum Ende Bestand hatte (-19). Der zweite Durchgang zeigte ein ähnliches Bild. Auch hier wurde der Gegner konsequent unter Druck gesetzt, was letztlich zum 25:17-Satzerfolg führte. Der Faden riss dann unnötigerweise im dritten Satz. Die Annahme wackelte, der Block war oft einen Tick zu spät und das Stellungsspiel der Abwehr zu ungenau. Mit 25:16 ging dieser Satz deutlich an die Lausitzerinnen. Auch im vierten Durchgang konnte nicht mehr an die gute Leistung zu Beginn angeknüpft werden. Das Quäntchen mehr Entschlossenheit und die größere Erfahrung gegenüber der jungen Cottbusser Vertretung sicherten dennoch den knappen 25:23-Sieg und den damit verbundenen Finaleinzug.

Dort traf man auf die Damen vom Köpenicker SC II, noch bekannt aus der letzten Saison (zwei 0:3-Niederlagen), jedoch mittlerweile erfolgreich in der Dritten Liga aktiv. Zunächst begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe, die sich um jeden Punkt einen erbitterten Kampf lieferten, mit dem besseren Ende für die Oranienburgerinnen (-23). In den Sätzen zwei und drei konnte der VSV meist nur reagieren, statt selbst das Spiel in die Hand zu nehmen. Die athletisch und technisch gut ausgebildeten Berliner Mädels bestraften jede noch so kleine Schwächephase und gingen folgerichtig mit 2:1 in Führung. Mit dem Rücken zur Wand spielten die VSV-Damen nun richtig auf und zwangen den Gegner durch ein deutliches 25:16 in den Tie-Break. Bis zum 5:5 war es eines Finalspiels würdig, ab da gehörte es aus VSV-Sicht in die Rubrik: Ferner liefen. Am Ende konnte man den Köpenickerinnen nichts mehr entgegen setzen und musste den Satz klar mit 15:7 abgeben.

Die kurze Phase der Enttäuschung wich jedoch schnell der Freude über das dennoch positive Ergebnis und der Feststellung, dass man auch auf diesem Niveau mithalten kann.

Viel Zeit zur Erholung bleibt den Frauen nicht. Am kommenden Wochenende geht es im normalen Ligabetrieb weiter. Zu Gast in der Havelstadt ist dann der heutige Halbfinalgegner SV Energie Cottbus, der erneut geschlagen werden soll, um weitere Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. Die Partie startet am 19.10. um 16 Uhr im HBI-Sportforum.

Halbfinale
VSV – SVE: 3:1 (25:19, 25:17, 16:25, 25:23)

Finale
VSV – KSC II: 2:3 (25:23, 18:25, 19:25, 25:16, 7:15)

VSV: Haferkorn, Husmann, Heidepriem, Kraeft, Ambos, Mittelstedt, K. Sabrowske, M. Sabrowske, Kornprobst, Vogel

2 Kommentare


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    Toll gekämpft Mädels. Am Ende hat halt auch wegen der zahlreichen Ausfälle einfach die Kraft nicht mehr gereicht. Trotzdem war es schön, wie ihr stellenweise den Köpenick-Fanblock zum verstummen gebracht habt.

  2. 2

    Mädels, nochmals danke für diesen anstrengenden und doch schönen Tag mit euch! Was für tolle Spiele und absolut sehenswert für das Publikum :-)
    Mit kompletter Besetzung packen wir das auch nächstes Mal ;-)
    Im Nachgang bin ich gar nicht mehr sooooo traurig, das wir nun nicht noch einen weiteren Tag vom We opfern müssen ;-)
    Freu mich auf Samstag! Da werden wir Cottbus nochmal zeigen, was bei uns so alles geht! Und danach endlich wieder Kellari #Yammi#Ouzo
    Küsschen von Husi

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