VSV-Damen erspielen umkämpften Sieg

Diesen Sonntag ging es für die erste Damenmannschaft des VSV in ihrem ersten Punktspiel gegen den SC Alstertal-Langenhorn (SCALA), der in der vorherigen Saison den dritten Platz belegte und sich mit ehemaligen Spielerinnen von WiWa Hamburg (Abmeldung aus der Dritten Liga) weiter verstärken konnte. Man erwartete zum Saisonauftakt eine dementsprechend starke Mannschaft, die auch in diesem Jahr den Aufstieg in die Zweite Bundesliga forciert.

Auch beim VSV hatte sich seit dem sensationellen Titel- und Pokalgewinn in der Vorsaison vieles getan. Nach den Abgängen von Frederike Fischer (AA), Lisa Glor (D) Julia Rienhoff (AA) und Anne Tegge (Z) folgten die Potsdamerinnen Svenja Günzel (AA), Julia Löchel (Z) und Nele Trobisch (D), die am Sonntag ihr Heimspiel-Debüt gaben; ebenso wie Matthias Grawe, der als neuer Trainer fungiert. Schmerzlich vermisst wurde Kathrin Temtchina (AA), die an einer ernsten Knieverletzung laboriert, ihr Team aber vor Ort lautstark unterstützte.

Der VSV startete mit Julia Löchel (Z), Anika Zülow (AA), Svenja Günzel (AA), Natalie Sabrowske (D), Charlotte Kornprobst (MB), Kristin Sabrowske (MB) und Josefine Peschel (L) in die Partie. Dabei gelang es den Damen, SCALA von Beginn an mit starken Aufschlägen unter Druck zu setzten, sodass diese zunächst Mühe hatten, ihr Spiel konsequent aufzubauen. Auch erwies sich die Block-Feld-Abwehr der VSV-Damen in diesem Satz als abgestimmt, sodass Julia Löchel ihre Pässe variantenreich verteilen konnte. Ein Vorsprung von 23:19 war die Folge, der jedoch noch fast verspielt wurde. Am Ende reichte es dennoch zum 25:23 Satzgewinn.

Was sich bereits im ersten Satz abzeichnete, fand im zweiten Satz leider seinen Höhepunkt. Die VSV-Damen wirkten phasenweise in nahezu allen Elementen unsicher und wenig abgestimmt. SCALA steigerte sich und machte mit starken Linien-Aufschlägen vor allem Svenja Günzel das Leben in der Annahme schwer. Aber auch im Block ließen die Gäste fast keinen Angriff der VSV-Damen durch und punkteten immer wieder direkt. Ein Satzstand von 6:17 war die bittere Folge. Matthias Grawe handelte, indem er Svenja Günzel eine Pause gönnte und Sophie Schneider einwechselte. Diese setzte u. a. mit einem Ass im Aufschlag und Angriffspunkten gute Akzente und war in dieser Phase enorm wichtig für das Team. Auch Michaela Sabrowske, die ab der Mitte des Satzes für Julia Löchel kam, gab der Mannschaft neues Selbstvertrauen und sorgte mit ihren Angreiferinnen dafür, dass man am Satzende nochmal zum 15:25 aufholen konnte.

Der dritte und vierte Satz zeigte dann ein anderes Bild. Wenngleich man beim VSV-Sechser immer wieder Abstimmungsschwierigkeiten bemerkte, blieb doch ein Einbruch wie im zweiten Satz aus. Matthias Grawe setzte jetzt zunehmend auf Doppelwechsel, bei denen sich vor allem Nele Trobisch hervortat und mit mutigen Angriffen SCALA unter Druck setzte. Auch Anika Zülow zeigte ihr gewohnt hartes Angriffsspiel, sodass sie zu Recht am Ende der Partei zum MVP gewählt wurde. Josefine Peschel präsentierte besonders in der Abwehr eine starke Leistung, Charlotte Kornprobst konnte fast jeden Pass über die Mitte verwandeln und Natalie Sabrowske punktete auch aus schwierigen Situationen, sodass der dritte Satz mit 25:22 gewonnen wurde. Neben Matthias Grawe war nun auch Co-Trainer Ricardo Galandi auf der Bank anzutreffen, der bis dahin arbeitsbedingt fehlte. Dieser gab vor allem den Annahme-Spielerinnen wertvolle Hinweise, sodass SCALA weniger über den Aufschlag punkten konnte. Nichtsdestotrotz ging der vierte Satz mit 22:25 verloren, was zum einen an Eigenfehlern des VSV lag, zum anderen aber auch an der bärenstarken Libera Laura Mathias, die an diesem Tag Magnete in ihren Armen zu haben schien und verdient MVP von SCALA wurde.

Die Entscheidung musste also im fünften Satz her. In diesem zeigten die VSV-Damen eine starke Mannschaftsleistung und traten sehr geschlossen auf, sodass eine permanente Führung von zwei Punkten die Folge war. SCALA beugte sich jedoch nicht und kam bis zum 13:13 wieder heran. Doch das Glück war auf Seiten des VSV; mit zwei Eigenfehlern des Gegners im Aufschlag und Angriff ging der Satz 15:13 an die ersten Damen und damit das Spiel 3:2 an den VSV.

Festzuhalten bleibt, dass der VSV gegen eine starke Hamburger Mannschaft spielte und mit den gewonnenen zwei Punkten aus der Partie sehr zufrieden sein kann. In der nächsten Zeit wird es darum gehen, die Abstimmung weiter zu verbessern und aus Dankeball-Situationen konsequenter zu punkten. Positiv hervorzuheben ist das spielerische Potenzial, welches noch in der neu formierten Mannschaft steckt und das es gilt, in den kommenden Spielen weiter auszuschöpfen.

Ein besonderer Dank geht an die Organisatoren und Zuschauer des ersten Heimspiels sowie unseren neuen Sponsor Mittelbrandenburgische Sparkasse.

In der kommenden Woche gibt es dann ein besonderes Volleyballhighlight in Oranienburg – den Regionalpokal, den der VSV als Landesmeister von Brandenburg am Samstag, den 7.10. erstmals ausrichten darf. Dabei treffen die VSV-Damen zunächst um 11:00 Uhr auf den Ligakonkurrenten Braunsbedra. Bei einem Sieg ist eine Partie gegen den BBSC I (Zweite Bundesliga) wahrscheinlich und verspricht hochkarätigen Volleyball in der Kreishauptstadt. Das Team erhofft sich an diesem spielintensiven Tag tatkräftige Unterstützung, um vielleicht eine Sensation zu erreichen.

Für den VSV spielten: Ronja Braitsch, Svenja Günzel, Julia Löchel, Charlotte Kornprobst, Celina Kunde, Josefine Peschel, Kristin, Michaela und Natalie Sabrowske, Sophie Schneider, Nele Trobisch und Anika Zülow.

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