Saisonbeginn für Double-Siegerinnen

Lange war es still um die Meistermannschaft des VSV Havel Oranienburg, aber die Vorbereitungen der kommenden Saison laufen bereits auf Hochtouren. Während sich die Spielerinnen in der wohlverdienten Sommerpause von den Anstrengungen des vergangenen Jahres erholten, suchte der Vereinsvorstand im Hintergrund nach einem Nachfolger für das Trainerduo Michael Bade und Ricardo Galandi.

Vor wenigen Wochen konnte dann mit Matthias Grawe ein bekanntes Gesicht der regionalen Volleyballcommunity verpflichtet werden. Der 31-jährige Grawe stammt aus Hennigsdorf und fühlt sich daher mit dem Landkreis Oberhavel eng verbunden. Zuletzt betreute er die Damen beim VC Blau-Weiß Brandenburg in der Brandenburgliga. „Der Schritt in die 3. Liga ist für mich eine große Herausforderung, aber auch Chance, die ich einfach ergreifen musste“, äußerte Grawe unlängst bei einem ersten Treffen mit der Mannschaft. Zurzeit studiert er Sportmanagement in Potsdam, spielt aber in seiner Freizeit selbst häufig noch passioniert Volleyball. Beim VSV freut man sich über die Verpflichtung: „Die Trainersuche gestaltete sich insgesamt etwas schwierig, dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir auch in der kommenden Saison erfolgreich spielen werden und freue mich, Matthias in unserem Verein willkommen heißen zu dürfen.“, so Vorstandsvorsitzender Wolf-Dieter Alte.

Weitaus früher standen die Neuverpflichtungen dreier Spielerinnen fest, die die Lücken der Abgänge von Lisa Glor, Frederike Fischer, Anne Tegge und Julia Rienhoff schließen sollen:

Die wichtige Zuspielposition wird zukünftig von Julia Löchel besetzt. Sie war eine Wunschkandidatin des neuen VSV-Trainers: „Ich kenne Jule bereits seit Jahren. Sie ist wahnsinnig agil und wird sich als Spielmacherin zusammen mit Michaela gut ergänzen.“ Löchel ging durch die Schule gleich mehrerer großer Volleyballvereine in der Region und kann daher auf eine solide Grundtechnik zurückgreifen. „Ich freue mich auf die vor uns liegende Vorbereitungsphase. Viele der Mädels kenne ich ja schon von diversen Turnieren, so dass mir der Einstieg sicher nicht schwerfallen wird.“

Ein weiterer Neuzugang ist die Zepernickerin Nele Trobisch, welche nach ihrem Abitur an der Sportschule Potsdam ein Studium begann. Trobisch kam durch ihren Vater zum Volleyball, der immer noch als Trainer bei der SG Einheit Zepernick tätig ist. Dort machte Nele auch die ersten Schritte ihrer bisherigen Karriere. Anschließend wechselte sie zur Talentschmiede des SC Potsdam und reifte dort nach und nach zur Führungsspielerin auf der Diagonalposition. Zwischenzeitlich trainierte sie sogar beim VC Olympia Berlin unter Juniorenbundestrainer Jens Tietböhl mit und konnte dort wichtige Erfahrungen sammeln.

Der dritte und letzte Neuzugang ist Svenja Günzel. Auch sie legte gerade das Abitur an der Sportschule in Potsdam ab und wird ab Oktober ein Studium beginnen. Ebenso wie Nele Trobisch spielte „Svenni“ in der vergangenen Saison für den SC Potsdam noch gegen den VSV Havel Oranienburg in der dritthöchsten Spielklasse. „Trotz ihrer vergleichsweise geringen Körpergröße fand sie gegen unseren großen Block immer gute Lösungen. Ihr variantenreicher Angriff hat mich wirklich überzeugt. Zudem wird ihr unser recht schnelles Spiel liegen. Sie ist eine Allrounderin, die jedes Team braucht.“, befand Co-Trainer Galandi.

Viel Zeit zur Saisonvorbereitung bleibt Trainer Grawe nicht mehr. Bereits am 1. Oktober empfangen die Havelstädterinnen mit dem SC Alstertal-Langenhorn den ersten ambitionierten Gegner im heimischen HBI-Sportforum. Kapitänin Anika Zülow blickt bereits voller Vorfreude auf das Spiel: „Ich kann es kaum erwarten wieder mit der Mannschaft zu trainieren. Mit SCALA starten wir auch gleich gegen einen guten Gegner, der uns bereits viel abverlangen wird. Es wird sich zeigen, ob wir die hervorragende letzte Saison noch ein Mal bestätigen können.“

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