Eines Spitzenspiels würdig

1619240_694917703863291_1219437525_nDer bereits feststehende Regionalligameister der SG Rotation Prenzlauer Berg lud am vergangenen Wochenende zum Spitzenspiel ein. Ohne Punkt- und nur mit einem Satzverlust zogen die Berlinerinnen bisher einsam ihre Kreise, fertigten auch die VSV-Damen im Hinspiel in eigener Halle noch mit 0:3 ab. Die Mannschaft um Kapitän Haferkorn wollte nun die Chance im Rückspiel nutzen und dem Meister Paroli bieten. Auf eigener Seite konnte fast gänzlich aus den Vollen geschöpft werden, lediglich auf Katja Joachim musste man weiterhin krankheitsbedingt verzichten. Da die Oranienburgerinnen nichts zu verlieren hatten, gingen sie ohne Druck, aber trotzdem mit viel Selbstvertrauen in die Partie.

Die zahlreich anfeuernden Fans sahen den Zweitplatzierten im ersten Durchgang in dominanter Weise agieren. Konzentration und Stabilität in allen spielerischen Bereichen ließen den Durchgang mit 25:16 deutlich an die Havelstädterinnen gehen – der erste Satz überhaupt, den man in den bisherigen zwei Regionalligasaisons holen konnte.

Der Gegner um das Trainerpaar Helmke ließ sich davon jedoch nicht beindrucken. Die Fehler auf VSV-Seite häuften sich im zweiten Satz, RPB kam gleichzeitig besser ins Spiel und agierte konsequenter. Ebenso deutlich glichen die Berlinerinnen beim 25:15 aus.

Im dritten Satz waren die Frauen um das Trainerduo Bade/Galandi ein Schatten ihrer selbst. Das schnellere Tempo des Berliner Teams, welches mit bundesligaerfahrenen Spielerinnen gespickt ist, bekam man in diesem Durchgang nicht in den Griff, ebenso zeigte die Annahme eine desolate Leistung. Beim 25:10 ging der VSV völlig unter.

Dass die Oranienburgerinnen nach diesen beiden klaren Sätzen noch einmal zurück ins Spiel fanden, ist der in den letzten Monaten weiter gewachsenen Geschlossenheit und dem stetigen Kampfgeist geschuldet. Ein gewonnener Satz sollte nicht ausreichen, man wollte dem Gegner die ersten Punkte wegnehmen. Mit eigenem erhöhten Aufschlagdruck, guter Blockarbeit und gezielten Angriffen konnte RPB nicht nur in Schach gehalten werden, der zweite Satzgewinn war beim 25:22 perfekt, die Freude darüber so groß, als wäre man gerade selbst Meister geworden.

Wenn schon Tie-Break, dann auch Sieg. Mit dieser Einstellung ging es in den entscheidenden Satz. Hier wechselte die Führung ständig, kein Team konnte sich im Verlauf absetzen. Mit einem knappen 8:7-Vorsprung für den VSV wurden die Seiten gewechselt, auch beim 13:13 war noch alles offen, ehe die Berlinerinnen die zwei weiteren entscheidenden Punkte verbuchen und den 3:2-Gewinn einfahren konnten. Auf VSV-Seite überwogen dennoch Stolz und Freude über die gezeigte Leistung. Unter dem verdienten Applaus aller überreichte Regionalspielwart Uwe Näthler im Anschluss an die Partie den Meisterschaftspokal an die Frauen der SG Rotation Prenzlauer Berg. Herzlichen Glückwunsch auch noch mal von unserer Seite!

In zwei Wochen steht nun das letzte Heimspiel der Saison an. Erwartet wird der stark aufspielende Aufsteiger aus Brandenburg, der sich derzeit auf einem beachtlichen vierten Platz befindet und gegen den im Hinspiel nur knapp mit 3:2 gewonnen werden konnte. Dem Publikum, das auch in dieser Saison wieder voll und ganz hinter dem Team stand und in manchen Situationen den Ausschlag für einen Sieg gegeben hat, soll an diesem Tag, wie auch im letzten Jahr, ein kleines Event geboten werden. Kommt also ein letztes Mal vorbei, feuert eure Mannschaft noch einmal lautstark und sichert so den Vizemeistertitel. Anpfiff ist am 08. März, 16 Uhr, in der MBS-Arena.

VSV – RPB 2:3 (16, -15, -10, 22, -13)

VSV: Haferkorn, Ambos, Husmann, Kornprobst, Kraeft, K. Sabrowske, M. Sabrowske, N. Sabrowske, Fischer, Heidepriem, Vogel

2 Kommentare


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  1. 1

    Mädels, das hat richtig Spaß gemacht! Super Teamleistung an dem Tag ;) Vielleicht knacken wir sie ja nächste Saison… Danke auch an unsere treuen Fans! Ohne euch wären wir niemals soweit gekommen!

    Drück euch, Krissy.

  2. 2

    Starke Leistung Mädels nach den zwei Sätzen nochmal zurück zu kommen. Das Spiel stand wirklich auf Messers Schneide, nächstes mal dann hoffentlich mit dem glücklicheren Ende für uns.

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