Das Ruder rechtzeitig rumgerissen

Dem Namen entsprechend ging es für die erste Frauen des VSV Havel Oranienburg bei bitterer Kälte ins entfernte Bitterfeld-Wolfen, zum bis dato Tabellenvorletzten. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, doch wie so oft in letzter Zeit konnte das Team nur auf einen dezimierten Kader zurückgreifen, der zudem noch krankheitsgeschwächt antrat. Auf gegnerischer Seite sah es personell glücklicherweise nicht besser aus, so dass die Verhältnisse in diesem Punkt ausgeglichen waren.

Der Gastgeber kam sogleich auch besser ins Spiel und machte besonders im Aufschlag Druck. Auf VSV-Seite häuften sich in der Folge in Annahme und Angriff die Fehler, auch der eigene Aufschlag ließ die nötige Konsequenz vermissen. Folgerichtig konnte sich Bitterfeld den ersten Satz mit 25:20 sichern.

Im zweiten Durchgang kam der VSV um das Trainergespann Bade/Galandi dann endlich ins Rollen. Die Bitterfelderinnen fanden keinen Zugriff mehr und konnten gegen die körperlich überlegenen Gäste kaum noch punkten. Mit dem 25:11 waren die Weichen auf Sieg gestellt.

Auch der dritte Satz zeigte das gleiche Bild. Der anfangs vermisste Aufschlagdruck kam nun wieder zum Tragen und trug maßgeblich zum deutlichsten Satzerfolg des Tages bei (-10).

Unter der lautstarken Anfeuerung der mitgereisten Fans ließ das Team um Kapitän Haferkorn im vierten Durchgang schließlich nichts mehr anbrennen. Besonders im Bereich des Schnellangriffs konnte nun nach Belieben gepunktet werden, auch Zuspielerin Ambos trug sich mehrfach in die „Angriffstatistik“ ein. Ebenfalls deutlich mit 25:12 ging der Satz an die Havelstädterinnen.

Somit konnte der Vorsprung von fünf Punkten auf den ärgsten Verfolger SV Energie Cottbus gefestigt werden. In zwei Wochen folgt dann das vorletzte Heimspiel dieser Saison. Gegner ist die dritte Vertretung des Köpenicker SC. Der Gedanke an das Hinspiel weckt negative Erinnerungen, da neben der unglücklichen 3:2-Niederlage an diesem Tag auch die Verletzung von Kapitän Haferkorn zu verzeichnen war. Das Rückspiel wird nun die Chance zur Wiedergutmachung sein.

Anpfiff ist am 08.02. um 16 Uhr in der MBS-Arena.

 

VSV – BiWo 3:1 (-20, 11, 10, 12)

 

VSV: Haferkorn, Ambos, Husmann, Joachim, K. Sabrowske, M. Sabrowske, Vogel

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