Geglückter Start ins neue Jahr

Nach vierwöchiger Winterpause stand für die Frauen des VSV Havel gleich ein harter Brocken auf dem Neujahrsprogramm. Man gastierte beim direkten Verfolger und Tabellendritten SV Energie Cottbus. Zwar konnten die Lausitzerinnen im Hinspiel deutlich mit 3:0 besiegt werden, jedoch war allen im Vorfeld bewusst, dass diese Partie kein erneuter „Selbstläufer“ wird.

Den besseren Start erwischten schließlich auch die Gastgeberinnen. Ein ums andere Mal brachten sie den Oranienburger Annahmeriegel ins Wanken und konnten somit eine solide Führung herausarbeiten. Bis auf zwei Punkte kämpfte sich das Team um Kapitänin Michaela Sabrowske zwischenzeitlich wieder heran, musste aber den konstant guten Aufschlägen des Gegners Tribut zollen und den Satz doch deutlich mit 19:25 abgeben.

Einen Rollentausch gab es dann im zweiten Durchgang. Der VSV setzte nun seinerseits die gegnerische Annahme unter Druck. Gleichzeitig nahm man die Cottbuser Geschenke in Form von gehäuften Aufschlag- und Angriffsfehlern gern an und sicherte somit den Satz mit 25:14.

Durchgang drei war wieder in der Hand der Gastgeberinnen. Das Team um die Trainer Bade/Galandi sah sich erneut starken Aufschlägen und einer im Block und Angriff gut aufgelegten gegnerischen Romy Munz, die im Hinspiel noch fehlte, gegenüber. Beim 19:25 behielt Cottbus schließlich die Oberhand und konnte sich bereits über mindestens einen Punkt freuen.

Dass es letztlich bei diesem Punkt blieb, war dem Kampfgeist der VSV-Mädels, bei denen  Antje Haferkorn nach zweimonatiger Verletzungspause ihr Comeback feierte, zu verdanken. Mit stabilisierter Annahme, wacher Abwehr und druckvollen Aufschlägen wurde der Gegner durch den 25:19-Satzgewinn in den Tie-Break gezwungen. Die zwar zahlenmäßig unterlegenen, aber dennoch lautstärkeren Oranienburger Fans feuerten ihre Mannschaft hier noch einmal nach Kräften an.

Zunächst lief auch alles nach Plan, eine 6:2-Führung schien aus VSV-Sicht bereits komfortabel. Als Cottbus auf 6:7 verkürzen konnte, drohte das Spiel jedoch kurzzeitig zu kippen, nur mit Mühe konnte man einen Zwei-Punkte-Vorsprung in den Seitenwechsel retten. Als dann aber Katja Joachim zum Aufschlag ging, war die Gegenwehr der Gastgeberinnen gebrochen. Durch die mehrfachen Service-Winner brachte sie ihr Team auf die Siegerstraße und sicherte den letztlich deutlichen 15:8-Satz- und Spielgewinn. Mit diesen zwei Punkten im Gepäck konnte der Abstand auf die Cottbuserinnen vergrößert und der zweite Platz gefestigt werden.

Diesen heißt es nun am kommenden Samstag zu verteidigen, wenn in eigener Halle der Berliner VV zu Gast ist. Gegen den derzeit Siebtplatzierten gab es in der Hinrunde nach vier Siegen in Folge den ersten Punkteverlust (0:3). Diese Niederlage wollen die Frauen mit Eurer Unterstützung vergessen machen. Anpfiff ist 16 Uhr im HBI-Sportforum.

 

VSV – SV EC 3:2 (-19, 14, -19, 19, 8)

VSV: M. Sabrowske, N. Sabrowske, K. Sabrowske, Haferkorn, Kornprobst, Joachim, Ambos, Vogel

3 Kommentare

  1. 1

    Gut gebissen, Mädels :) Nächste Woche ist unsere Personallage wieder deutlich entspannter. Danke auch an diejenigen, die sich trotz Schmerzen immer wieder durchs Spiel kämpfen! An die Verletzten weiterhin gute Besserung. Eure Krissy :)

  2. 2

    Mensch Mädels, warum macht ihr es auch immer so spannend? :) War aber trotzdem schön anzusehen, auch wenn ichs künftig gern etwas herzfreundlicher hätte… ;)

    Es ist übrigens nicht auszurechnen, welch ohrenbetäubenden Lärm die Gastgeber zu hören bekommen hätten, wenn auch der Werner noch da gewesen wäre.

  3. 3

    Trotz total blöder Sicht und Kälte in dieser Halle, waren die Sätze mehr als spannend.

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