Eigenes Geschenk zum ersten Advent

Die Vorzeichen des letzten Hinrundenspiels standen für die VSV-Damen alles andere als günstig. In eigener Halle empfing man den starken Aufsteiger der Blankenburger Volleyballfreunde, der bis dato einen beachtlichen 4. Platz einnahm. Zeitgleich konnte man aufgrund von Verletzungen, Schwangerschaft und beruflichen Verpflichtungen nur auf 7 Leute zurückgreifen, hinter Libera Vogel stand bis kurz vor Anpfiff ein Fragezeichen. Dafür erklärte sich Laura Niegel aus der zweiten Mannschaft erfreulicherweise ein weiteres Mal bereit, auszuhelfen.

Mit Natalie Sabrowske auf der Außenposition startete der VSV in die Partie. Es gestaltete sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem sich zunächst kein Team entscheidend absetzen konnte. Gegen Ende des Satzes erspielten sich die Oranienburgerinnen einen Vorsprung von vier Punkten, der normalerweise zum Satzgewinn hätte reichen müssen. Eine Serie von Fehlern in Annahme und Angriff ließ jedoch die Blankenburgerinnen beim 25:23 jubeln.

Die Gäste waren es schließlich auch, die im zweiten Satz die Nase vorn hatten und sich eine zwischenzeitliche Führung erarbeiten konnten. Das Team um Kapitänin Michaela Sabrowske wollte aber nicht wie schon in der Vorwoche in Brandenburg Punkte liegen lassen. Eine starke kämpferische Leistung ließ die Havelstädterinnen Punkt für Punkt aufholen. Am Ende blieb der Satz mit 25:20 bei den Gastgebern.

Die Mädels aus dem Harz zeigten sich davon unbeeindruckt und wehrten sich im dritten Durchgang nach Kräften. Erneut sahen die circa 50 Zuschauer, darunter auch lautstarke Fans der Gäste, zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die erbittert um jeden Punkt kämpften. Beim 25:23 konnten aber auch hier wieder die Oranienburgerinnen jubeln.

Nun hieß es, den sprichwörtlichen Sack zuzumachen. Das Trainergespann Bade/Galandi stellte auf der Außenposition um und brachte nun Kathrin Kraeft, eigentlich auf der Zuspielposition beheimatet, die ihre Aufgabe souverän löste. Auch der Rest der Mannschaft, angeführt vom auftrumpfenden Sabrowske-Gespann, packte alle Reserven aus und feierte beim 25:22 den ersten Advent mit drei Punkten und den damit verbundenen zweiten Tabellenplatz. Lange Zeit zum Feiern bleibt jedoch nicht. Zwar ist die Hinrunde nun beendet, am nächsten Wochenende geht es aber wieder mit einem Doppelspieltag weiter. Zunächst empfängt man am Samstag in eigener Halle den Marzahner VC, am Sonntag geht es dann zu den Nachwuchstalenten des VC Olympia Berlin. Da sich die Personalsorgen bis dahin kaum ändern, wird wieder jegliche Unterstützung gefragt sein, um weitere Punkte einzufahren.

VSV – BVF 3:1 (-23, 20, 23, 22)

VSV: M. Sabrowske, N. Sabrowske, K. Sabrowske, Niegel, Ambos, Husmann, Kornprobst, Kraeft, Vogel

3 Kommentare

  1. 1

    Mädels, ein schwieriger Spieltag!! Durch guten Teamgeist und super Moral haben wir nach Anfangsschwierigkeiten ein tolles Spiel gezeigt!!
    Ich bin sehr stolz auf uns und froh, dass wir trotz der aktuell schwierigen personellen Situation nicht aufgeben und weiter fighten!!
    Kuss an mein Lieblingsdamenteam!!

  2. 2

    Danke auch an die fleißigen Helfer und lautstarken Fans. Ihr seid eine echte Unterstützung – ohne euch würde so manches Spiel anders aussehen. Liebe Grüße, #4

  3. 3

    Ja, das Spiel hat wirklich Spaß gemacht – auch als Zuschauer. Es war auch ganz angenehm mal ein paar Gästefans begrüßen zu dürfen :)

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